Berufe mit Hand und Fuß – die Rückkehr des Handwerks

Nach einem halben Jahr Corona-Erfahrung: Wie die ÖsterreicherInnen die Chancen von Ausbildungen in unterschiedlichen Branchen einschätzen, Ergebnisse einer market Umfrage, durchgeführt für das Wirtschaftsmagazin Trend.

 

Welche Ausbildungen haben im Licht der Corona-Erfahrungen noch Zukunft?

 

market erhebt dazu in der österreichischen Bevölkerung, wie die Job-Aussichten in unterschiedlichsten Sektoren beurteilt werden. Vor die Wahl gestellt, fünf Ausbildungsfelder nach Zukunftschancen zu reihen, hievte fast ein Viertel der Befragten, 24 Prozent, Medizin und Pharma in die Topposition, weitere 14 Prozent auf Rang zwei. Gleich dahinter rangieren klassische Handwerksberufe wie Tischler oder Installateur, noch vor IT und Pflege. „Das könnte eine unmittelbare Erfahrung des Shutdowns sein, als viele zu Hause Reparaturarbeiten veranlasst haben und Handwerker benötigt haben“ vermutet market-Expertin Birgit Starmayr. Ganz hinten in der Qualifizierungsrangliste sind, wenig überraschend, jene Bereiche zu liegen gekommen, die von der Krise am stärksten getroffen wurden und deren Aussichten nach wie vor ungewiss sind: Unterhaltung, Events und Tourismus. 

 

 

Zu den Job-Perspektiven allgemein gefragt, schätzt sich die junge Generation tatsächlich als tendenziell „verloren“ ein. Mehr als ein Drittel der unter 30-Jährigen machen sich große oder kleinere Sorgen um den derzeitigen Arbeitsplatz – deutlich mehr als in den anderen Altersklassen. Daher ist auch die Sympathie für ein bedingungsloses Grundeinkommen bei den Jungen deutlich höher: 52 Prozent stufen diese Idee – ausgegangen wurde von einem Grundeinkommen in Höhe von 1.200 Euro – sehr positiv bzw. positiv ein. Diejenigen, die mehr Erfahrung, aber auch schon mehr Schäfchen im Trockenen haben, sind deutlich reservierter.

 

 

 

Dokumentation der Umfrage:

MA882: Online-Interviews, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung von 16 Jahre bis ultimo Durchführung: 16. bis 19. September 2020, n=2000 Statistische Schwankungsbreite: +/- 2,25 Prozent





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Ihre Ansprechperson

Prok. Birgit Starmayr
Institutsvorstand von market