Corona-Ende? Österreichisches Gesundheitssystem genießt überragendes Vertrauen

Diese Woche hat die persönliche Bedrohungswahrnehmung durch das Coronavirus weiter deutlich abgenommen. Mit 8 Prozent „sehr bedrohlich“ liegt der Schreckenspegel etwas über dem niedrigen Ausgangsniveau der KW 10, wie in der letzten Februar-Woche, also wie vor dem Beginn der strengen Covid-19 Regierungsmaßnahmen.

 

Das Corona-Virus hat in Österreich inzwischen seinen Schrecken verloren, wiewohl all die in der Zwischenzeit gesetzten Maßnahmen für richtig und wirksam eingestuft werden. Den Regierungsparteien hat dies einen beachtlichen Zuwachs an Zustimmung gebracht.

 

Eindeutiger Gewinner der Corona Abwehr ist das vieldiskutierte und kritisierte österreichische Gesundheitssystem. Im market Vertrauensranking nimmt das österreichische Gesundheitssystem mit 68 Prozent Zustimmung den Platz eins ein. Das Gesundheitssystem überrundet damit sogar die Bundesregierung, den Bundeskanzler und den Vizekanzler.

 

Hervorragendes Vertrauen genießen auch die eigene Wohngemeinde sowie die Arbeit von Polizei und Bundesheer. Ebenfalls im Spitzenfeld des Vertrauensrankings befindet sich der Bundespräsident. EU, Medien und Opposition konnten offenkundig die Corona-Krise am wenigsten zur eigenen Vertrauens-Profilierung nutzen.

 

 

Die Kanzler-Direkt-Wahl-Frage in dieser Woche bestätigt die herausragende Stärke von Kanzler Kurz. 42 Prozent aller ÖsterreicherInnen würden ihn derzeit direkt als Kanzler wählen. Rendi Wagner und Werner Kogler erzielen 7 Prozent, Norbert Hofer 8 Prozent und Beate Meinl-Reisinger 4 Prozent. Einen starken Bundeskanzler braucht es in den nächsten Monaten auch, schließlich werden die durch Corona verursachten wirtschaftlichen Probleme als viel dramatischer angesehen als die Pandemie.

 

Dokumentation der Umfrage: MARKET INSTITUT, Studiennummer MT2076; n=1000 Online-Interviews; repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren, Gesellschaftsindikatorforschung 2020/KW19; Befragung am 4. und 5. Mai 2020





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Ihre Ansprechperson

Prof. Dr. Werner Beutelmeyer
Institutsvorstand und Geschäftsführer