Trendwende: Privates Spendenvolumen steigt wieder an!

Während das Spendenvolumen 2017 nach jahrelangem Anstieg deutlich zurückgegangen ist, messen wir für das abgelaufene Jahr 2018 wieder einen leichten Anstieg. Allerdings bleibt der Anteil an Spenderinnen und Spendern in etwa auf dem Niveau vom Vorjahr, der gespendete Betrag ist aber gestiegen. Kinder und Tiere bleiben weiterhin die häufigsten Spendenziele.

 

Seit 2014 befindet sich der Anteil an Spenderinnen und Spendern konstant auf hohem Niveau. 2018 geben 85 Prozent der Befragten an innerhalb des abgelaufenen Jahres 2018 gespendet zu haben. Dabei geben 29 Prozent an, dass sie regelmäßig spenden und 56 Prozent spenden anlassbezogen.

 

Im Durchschnitt spendet jeder 4,1 Mal im Jahr gute 35 Euro, also rund 140 Euro im Jahr. Sehr junge Personen und Personen über 60 Jahren spenden nicht so viel, dafür spenden 30-59-Jährige mehr. Rechnet man nun diese Zahlen hoch, so können wir von einem Spendenvolumen von rund 445 Mio. Euro an Spenden von Privatpersonen ausgehen, die 2018 von der Bevölkerung großzügig an Bedürftige, gereicht wurden.

 

Doch nicht nur Geldspenden, auch Sachspenden stiegen im abgelaufenen Jahr 2018 wieder tendenziell an. Vor allem Altkleidung, Handys, Möbel, Zeit und Blut werden gespendet. Im Vergleich zu den letzten 2 Jahren nimmt der Anteil an Blutspendern/innen wieder zu.

Ob und wofür gespendet wird hängt in erster Linie vom persönlichen Einkommen ab, aber auch davon, ob im persönlichen Umfeld etwas passiert ist und man sich persönlich betroffen fühlt. Naturkatastrophen animieren knapp 7 von 10 zum Helfen. Besonders beliebte Spendenziele bleiben Kinder und Tiere. Aber auch für die Katastrophenhilfe im Inland, für die medizinische bzw. ärztliche Hilfe und Versorgung, für sozial Benachteiligte und für Arme und Notleidende wird am häufigsten gespendet. Für Suchtkranke, also Alkoholkranke und Drogen- bzw. Medikamentensüchtige wird hingegen kaum gespendet.

Die Spendenbereitschaft für eine Organisation hängt Großteils vom Image und der Bekanntheit der Hilfsorganisation in der österreichischen Bevölkerung ab. Fünf Organisationen sind in Österreich besonders angesehen: Rotes Kreuz, Freiwillige Feuerwehr, Aktion Licht ins Dunkel, Caritas und SOS Kinderdorf. Amnesty International und Greenpeace weisen am häufigsten auf internationale Probleme und Ungerechtigkeiten hin, während diese Rolle in Österreich vorwiegend der Caritas zugeordnet wird.

 

Die market Spendenstudie wird regelmäßig jeweils am Ende des Jahres durchgeführt und besteht aus zwei Modulen:

  • Modul I: Allgemeines Spendenverhalten
  • Modul II: Bekanntheit und Image von Spendenorganisationen

 

Mehr Informationen erhalten Sie hier!

 


Dokumentation der Umfrage ZM2685:

n= 1000 Face-to-face und online-CAWI- Interviews, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 15 Jahren. Befragungszeitraum: 18. bis 28. Dezember 2018; Maximale statistische Schwankungsbreite bei n=1000: ± 3,16 Prozent.

 

 

 

 

 


Stichprobe

n=1.000 Befragte, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 15 Jahren

Methodik

Online-Interviews im market-Panel

Erhebungszeitraum

18. bis 28. Dezember 2018

Datenlieferung

Ergebnisband mit Grafiken und Kommentarbericht inkl. Trendwerte

Preis

€ 1.800,-- pro Modul und € 1000,-- für das Kernpackage; (zzgl. 20% MwSt.) Studie Gesamt: € 3.400,--(zzgl. 20% MwSt.)

Bei Interesse an unserer Studie oder bei diversen Fragen stehen wir gerne und jederzeit zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Ihre Ansprechperson

Mag. Vasiliki Karagiannidis
Senior-Researcher