Österreicher:innen träumen weiter vom Eigenheim – Ziegel unverändert beliebtester Baustoff

24.11.2022

Für 67 % der Österreicher:innen ist das eigene Haus nach wie vor ein Wunschtraum – das belegt die zweite Auflage der Baustudie des market Institut im Auftrag von Wienerberger Österreich unter 840 Häuslbauer:innen, Hauskäufer:innen und Hausbesitzer:innen aus allen Bundesländern. Während Ziegel auf Ziegel mit 61 % die beliebteste Bauweise bleibt, steigt die Tendenz zum Bauen und Sanieren lassen. Steigende Energiepreise und Teuerung erschweren die Lage der Häuslbauer:innen zunehmend – es braucht daher verbesserte Rahmenbedingungen, die Bauen und Sanieren erleichtern. 

Johann Marchner, Geschäftsführer Wienerberger Österreich, fordert daher: „Der Traum vom eigenen Haus ist ungebrochen. Um die Finanzierung auch künftig zu gewährleisten, brauchen die zukünftigen Häuslbauer:innen weitere Unterstützung von der öffentlichen Hand. Wir fordern daher einen Häuslbauer-Bonus im Wert von bis zu 6.000 €. Wir sind hier bereits in ersten Gesprächen mit der Bundesinnung Bau, die diese Idee unterstützt.“

Marchner will einen Schulterschluss mit allen Handwerks-Innungen erreichen, um hier gemeinsam in weiterführende Gespräche mit den zuständigen Ministerien zu treten.

„Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden ist bei den Österreicher:innen nach wie vor stark ausgeprägt, wobei die Ansprüche in Hinblick auf Wohnfläche bescheidener geworden sind. Corona, steigenden Energiepreise und generelle Teuerung haben die Ausgangslage verändert. In herausfordernden Zeiten gewinnen daher die Wohlfühlfaktoren an Bedeutung, die für den Hausbau bzw. -kauf sprechen, vor allem wenn die Mietpreise für Wohnungen steigen“, so market-Vorständin Birgit Starmayr.

Das belegen auch die aktuellen Studienergebnisse: Gefragt nach den Motiven für den Hausbau stehen für 36 % die Steigerung des Wohnkomforts im Vordergrund, gefolgt von der Schaffung individuellen Wohnraums (34 %). Für 31 % ist die Wertanlage für die Zukunft ausschlaggebend. 30 % geben an, die hohe Miete lieber in ein Haus investieren zu wollen. Einen weiteren Aspekt repräsentiert auch der Wunsch, am Land und nicht mehr in der „heißen“ Stadt wohnen zu wollen. 13 % meinen, dass sich durch Corona die Wertigkeit eines eigenen Zuhauses erhöht hat.

Trend zum Bauen und Sanieren lassen steigt – Traumhaus wird kleiner
39 % der Österreicher:innen entscheiden sich für einen selbstgeplanten Neubau (2018: 44 %), 24 % für ein fertig geplantes Haus (2018: 21 %) und 37 % für den Kauf eines bestehenden Hauses (2018: 35 %), um es in weiterer Folge renovieren bzw. sanieren zu lassen. Vor allem bei der Landbevölkerung wird nach wie vor gerne selbst gebaut (2022: 45 %, 2018: 50 %), wobei sich hier ein steigendes Interesse zum Kauf eines bereits bestehenden Hauses (2022: 35 %, 2018: 34 %) und für einen bereits geplanten Neubau von einem Bauträger (2022: 20 %, 2018: 16 %) erkennen lässt. Auch im Vergleich zu den Landeshauptstädten macht sich der Trend bemerkbar: Individueller Neubau (2022: 37 %, 2018: 39 %), Kauf eines bereits bestehenden Hauses (2022: 34 %, 2018: 32 %), geplanter Neubau von einem Bauträger (2022: 30 %, 2018: 29 %). Und: Das Traumhaus der Österreicher:innen wird kleiner: 36 % geben an, dass sie aufgrund der gestiegenen, unsicheren Preise noch einmal umgeplant haben und das Haus dadurch kleiner und kompakter ist/wird.

Hausbau wird zunehmend an Profis übergeben – nur mehr ein Drittel greift zu 100 % selbst zu
Wenn es um die Realisierung des Eigenheims geht, lassen die Österreicher:innen zunehmend Profis ans Werk. Während 34 % der Häuslbauer:innen/Hausbesitzer:innen angeben, sich dem Traum von Eigenheim vorrangig durch Eigenarbeit erfüllt zu haben (2018: 42 %), hatten 44 % der Österreicher:innen beim Aufstellen des Rohbaus teilweise Unterstützung von Baumeistern und haben beim Innenausbau die Eigenregie übernommen (2018: 38 %), 22 % hatten ausschließlich Baumeister am Werk oder haben das Haus schlüsselfertig übernommen (2018: 20 %).

Corona und Teuerungen erschweren Weg zum Traumhaus
Die letzten Jahre sind an den Häuslbauer:innen und Hauskäufer:innen nicht spurlos vorübergegangen: 70 % der Österreicher:innen geben an, dass sie die hohen Energiepreise belasten, wenn sie an den Hausbau/Hauskauf denken. 66 % sehen ihre aktuelle Situation durch die gestiegenen Preise und die geringe Verfügbarkeit der Materialien, die folglich zu einer Verzögerung des Hausbaus/Hauskaufs geführt haben, erschwert. 75 % jener, die ihren Hauskauf/Hausbau bereits abgeschlossen haben, sind froh darüber, da sie aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen nicht mehr kaufen/bauen würden.

Vor allem die Ausgaben für Haus und Grundstück sind in den vergangenen Jahren gestiegen. So haben sich die Gesamtkosten (inkl. Grundstück) der Häuslbauer:innen und Hausbesitzer:innen in Österreich im Vergleich von 386.000 € im Jahr 2018 auf 537.600 € im Jahr 2022 erhöht – das entspricht einer Steigerung von 32 %. Hat man 2018 für ein 910m2 großes Grundstück noch 119.500 € bezahlt, sind 2022 für 960m2 schon 172.900 € aufzubringen.

Der Anteil an Grundstückssuchenden, die selbst bauen, wir dabei immer kleiner und ist im Vergleich von 2018 auf 2022 von 22 % auf 14 % gesunken.

Schöne und sichere Wohnumgebung bei Grundstückswahl entscheidend
Jene Häuslbauer:innen, die vor dem Hausbau nach einem geeigneten Baugrundstück suchen müssen, legen Wert auf eine schöne (2022: 67 %, 2018: 73 %) und ruhige (2022: 67 %, 2018: 72 %) Wohnumgebung. Ein ausschlaggebendes Kriterium sind die Grundstückspreise (2022: 63 %, 2018: 55 %). Auch die sichere Wohnumgebung mit einer niedrigen Kriminalitätsrate hat bei der Grundstückswahl (2022: 51 %, 2018: 37 %) an Bedeutung gewonnen.

Homeoffice und Urlaub zu Hause gewinnen an Bedeutung
Ein eigener Garten samt Gestaltungsmöglichkeit gilt für 68 % der Österreicher:innen als Must-have bei der Ausstattung. Für 60 % zählt die individuelle Gestaltungsmöglichkeit zu einer Besonderheit, gefolgt von mehr Abstellflächen bzw. Stauflächen (53 %) und einer Garage (52 %). 45 % sehen im eigenen Haus eine energiesparende Wohnform. 43 % der Österreicher:innen meinen, dass ein eigenes Haus ein Rückzugsgebiet in der Corona-Zeit darstellt.

Vor allem bei den Jungen bis 34-Jährigen ist der Wunsch nach einem eigenen Swimmingpool (2022: 31 %; 2018: 20 %) und Smarthome (2022: 25 %, 2018: 19 %) im Vergleich zu 2018 gestiegen. Für 42 % der jungen Österreicher:innen ist die Möglichkeit, Homeoffice machen zu können (42 %) sowie Urlaub zu Hause zu machen (39 %) besonders relevant.

Innovative All-in-One-Lösung zur Energiegewinnung
Die Studie zeigt, dass Nachhaltigkeitsmaßnahmen wie die eigene Energiegewinnung eine zunehmende Rolle beim Hausbau spielen. 46 % der Österreicher:innen geben an, dass sie von Anfang an eine Photovoltaik-Anlage für ihr Haus eingeplant haben. 21 % meinen, dass sie das Dach im Zuge des Baus noch einmal umgeplant haben, um eine PV-Anlage integrieren zu können.

Johann Marchner erklärt: „Bis Sommer nächsten Jahres wird Wienerberger Österreich den Häuslbauer:innen im Bereich der nachhaltigen Energiegewinnung eine innovative All-in-One-Lösung bieten, bei der wir Dachziegel und die passende PV-Anlage aus einer Hand anbieten. Zudem arbeiten wir tagtäglich an weiteren Lösungsansätzen, um die Integration der PV-Anlage am Dach künftig noch smarter und einfacher in der Errichtung zu gestalten.“

 

Über die Studie
Die repräsentative Studie „Das Traumhaus der Österreicher – Analyse der Veränderungen im Entscheidungsverhalten der Häuslbauer 2022“ wurde vom market Institut im Auftrag der Wienerberger Österreich GmbH zwischen 02. September und 20. Oktober 2022 durchgeführt. Befragt wurden 839 Häuslbauer:innen, Hauskäufer:innen und Hausbesitzer;innen aus ganz Österreich, quotiert nach Fertigstellungsdatum und Bundesland (disproportionaler Ansatz).

Über die Wienerberger Österreich GmbH
Die Wienerberger Österreich GmbH ist größter heimischer Anbieter von Produkten und Lösungen für Ziegelmauerwerke und versteht sich für Kunden und Partner als innovativer Baustoffpartner für die gesamte Gebäudehülle. Das Unternehmen verfügt mit 6 Mauerziegelwerken, 1 Fertigteil-Ziegelwerk und 3 Dachziegelwerken über ein flächendeckendes Netzwerk in ganz Österreich. Insgesamt arbeiten in Österreich an 7 Standorten und 3 Logistikstandorten knapp 500 Mitarbeiter für Wienerberger. Ziel ist es, mit hochwertigen Baustoffen für Dach, Wand und Fassade besonders schnell und nahe am Kunden zu sein. (www.wienerberger.at)


Rückfragehinweis:

Mag. Wilfried Lechner
Leitung Marketing, Wienerberger Österreich GmbH
Tel.: +43 (0)1 605 03 – 557
wilfried.lechner@wienerberger.com

Ecker & Partner
Mag. Victoria Abulesz, M.A.
Tel.: +43 1 59932-15
v.abulesz@eup.at

Interesse uns kennenzulernen? Anfrage stellen