Die Parlamentswahlen in Ungarn sind geschlagen. Mit dem Sieg von Herausforderer Péter Magyar, der nach 16 Jahren das Ende von Langzeitpremier Viktor Orbán eingeläutet hat, war aufgrund diverser Umfragen im Vorfeld dieser Schicksalswahl durchaus zu rechnen. Die Klarheit der Niederlage des Rechtspopulisten bzw. das Erreichen der Zweidrittelmehrheit von Magyars Partei TISZA im ungarischen Parlament kam dann aber doch durchaus überraschend. Wie die ÖsterreicherInnen den Wahlausgang bewerten, was dieser für einzelne Personen der in- und ausländischen Politik bedeutet und vor allem, was jetzt aus Sicht der Bevölkerung auf Österreich bzw. die EU zukommt, analysiert unsere aktuelle MARKET News.
Besonders spannend zunächst freilich die Frage, wieviele ÖsterreicherInnen ideologisch hinter der Niederlage und dem Ende von Viktor Orbán in Ungarn stehen. Explizit goutiert hier knapp jeder Zweite, konkret 45 Prozent, den Wahlausgang zu Gunsten von Péter Magyar, Ältere geben sich im Vergleich noch etwas zufriedener damit. Interessant dabei vor allem auch die Bewertungen der heimischen FPÖ-Präferenten: in diesem Segment findet sich letztlich „nur“ ein Drittel, das die Niederlage des Rechtspopulisten bedauert und damit den bisherigen „Kuschelkurs“ von Kickl mit dem abgewählten Ministerpräsidenten ausdrücklich unterstützt. Etwas überraschend hingegen der hohe Anteil von kumuliert 43 Prozent jener Blau-WählerInnen, denen die Abwahl wiederum eher egal ist bzw. die sich diesbezüglich nicht festlegen wollen.