Toleranz: Große Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Partei-Anhängern!

Die österreichische Bevölkerung schätzt sich grundsätzlich als gemäßigt tolerant ein. Je nach Partei-Zugehörigkeit zeigen sich bei Herrn und Frau Österreicher aber große Unterschiede in Sachen Toleranz, wie eine Erhebung im Auftrag des Standards zeigt.

 

Während SPÖ-Präferenten sich zu 63% toleranter einschätzen als der Durchschnitts-Österreicher, würden dies nur 18% der FPÖ-Anhänger von sich behaupten.

 

 

Generell betrachten sich die ÖsterreicherInnen aber gerne als tolerante Menschen. Demnach sagen 4 von 10, dass sie selbst toleranter seien als der Durchschnitts-Österreicher und nur 13% halten sich für weniger tolerant.

 

Dabei stellen Themen wie gegensätzliche politische Meinungen oder Homosexualität für die ÖsterreicherInnen kein Problem dar. Auch in der eigenen Nachbarschaft zeigt man sich tolerant, so werden laute Kinder und Menschen anderer Hautfarbe größtenteils akzeptiert.

 

 

Wenn jedoch Kinder geschlagen werden oder generell jemand unfair behandelt wird, stößt dies auf große Ablehnung. Zudem werden Menschen, die den Nationalsozialismus verherrlichen, ebenso wenig toleriert wie auch Menschen mit Migrationshintergrund, die sich nicht integrieren möchten.

 

 

Festhalten lässt sich allerdings, dass FPÖ-Präferenten auch in der eigenen Nachbarschaft die Grenzen der Toleranz etwas enger ziehen als die restlichen ÖsterreicherInnen.

 

 


Dokumentation der Umfrage MA827:

n=800, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren,

Erhebungszeitraum: 12.06.18-15.06.18; durchgeführt im Auftrag des STANDARD




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Ihre Ansprechperson

Martina Sturmair, MSSc.
Projektassistenz