Rot-weiß-rote Visitenkarten

Taugen Marken wie Red Bull, Fischer Ski & Co auch als Werbebotschafter Österreichs im Ausland? In einer großen Umfrage für den trend zeigen die Österreicher ihre Präferenzen.

 

 

Coca-Cola: Schmeckte früher nach US-amerikanischer Freiheit.

Sony: War einst Ausdruck der technologischen Übermacht Japans.

Miele: deutsche Qualitätsware in Küche und Haushalt.

 

Doch welche Güter und Marken eigenen sich heute überhaupt noch, um ein Land gut im Ausland zu repräsentieren? Als Bundeskanzler Sebastian Kurz bei der jüngsten Delegationsreise österreichischer Staats- und Wirtschaftsvertreter nach China dem dortigen Staatspräsidenten Xi Jinping, ein Paar Fischer-Ski überreichte, war die Absicht dahinter unschwer zu erkennen: Österreich einmal mehr als Land des Wintersports zu präsentieren.

 

 

 

 

Dazu befragte market über 400 Österreicher ab 15 Jahre: das Ergebnis – Red Bull hätte das höchste Potenzial, eine Art rot-weiß-rote Markenbotschafter im Ausland zu sein: 63 Prozent vertreten die Meinung, dass sich die Energy-Drink- und Sportmarke sehr gut eignet (Note 1 auf einer 5stufigen Skalierung), Österreich zu repräsentieren. Mit einem deutlichen Altersgefälle: Bei den Über-50-Jährigen liegt der Wert bei 76 Prozent, bei den Unter-30-Jährigen dagegen unter 50 Prozent.

 

Der Haken dabei: Globale Konsumgütermarken wie Red Bull oder Swarovski sind per Definition übernational, sie werden außerhalb Europas kaum mit Österreich in Verbindung gebracht und wollen das auch nicht. Bessere Chancen hätte da der in der market-Umfrage Zweitplatzierte, der Seilbahnbauer Doppelmayr, dessen Produkte für die Erschließung der Bergwelten mit technologischer Kompetenz stehen.

 

Zwar haben die Vorarlberger einen deutlich geringeren Bekanntheitsgrad als Red Bull, Swarovski oder auch Fischer Ski. Doch 77 Prozent von denen, die sie kennen, halten sie auch für sehr gut bzw. gut geeignet, repräsentativ fürs Land zu sein – die Zustimmung ist unter allen Bevölkerungsgruppen durchgängig gleich hoch. Für market-Expertin Birgit Starmayr ist das die größte Überraschung der Umfrage, während sie das Ergebnis für Fischer Ski als „unterproportional“ einstuft. Zugegeben: Die Überreichung von Seilbahnen bei Staatsbesuchen ist eindeutig herausfordernder als jene von Skiern…

  

Abgefragt wurde auch die wohl bekannteste Digitalmarke Österreichs Runtastic. Die Hälfte der Österreicher kennt das von Adidas gekaufte Fitnessportal, die Zustimmungsrate ist bei Männern und Unter-30-Jährigen deutlich höher als beim Rest der Bevölkerung.

 

 


Dokumentation der Umfrage:

n=403, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung




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Ihre Ansprechperson

Prok. Birgit Starmayr
Institutsvorstand von market