Der Wiederaufbau nach 1945: Fleiß und Marshallplan machten ihn möglich

Der Wiederaufbau nach 1945 war eine Erfolgsstory. Im Nachhinein betrachtet sehen die Österreicher den erfolgreichen Wiederaufbau der Republik aus den Trümmern des zweiten Weltkrieges und der Nazizeit als ein Ergebnis des Fleißes der Bevölkerung und der US Wiederaufbauhilfe, dem Marshallplan.

 

Natürlich haben auch noch andere Faktoren eine große Rolle gespielt. Kluge Politik, ein harter Schilling sowie eine Bevölkerung die sich von den Trümmern des zweiten Weltkrieges nicht beirren ließ und diese für den Wiederaufbau verwendete.

 

Durchaus als relevant für die „Erfolgsstory Wiederaufbau“ wird auch der Beitrag einer zunehmend mechanisierten Landwirtschaft gesehen.

 

Die Migrationsströme bzw. die Re-Migration von verfolgten Österreichern, Sudetendeutschen und in der Folge von Flüchtlingen aus den kommunistischen Nachbarrepubliken spielte aus heutiger Sicht eher eine untergeordnete Rolle.

 

 

Bemerkenswert ist der Unterschied im Antwortniveau, wenn eher ältere Österreicher (60 Jahre plus) in Relation zum jüngsten Segment betrachtet werden. Kurzum: Bei den Jungen verblasst das historische Wissen deutlich und die Gewichtung einiger „Erfolgsfaktoren“ fällt anders aus. Während in der ältesten Kohorte 58 Prozent von damals klug agierenden politischen Entscheidungsträgern ausgehen, tut dies im jüngsten Befragungssegment etwa nur ein Viertel (27 Prozent).

 

Spannend ist auch die Sichtweise bei den Zuwanderungsströmen nach 1945. Während Zuwanderer bzw. Rückkehrer aus dem ehemaligen Jugoslawien, Sudetendeutsche, jüdische Rückkehrer, Flüchtlinge aus den kommunistischen Nachbarrepubliken sowie türkische Gastarbeiter als hilfreich für Österreich Entwicklung nach 1945 eingestuft werden, so fällt die Meinung über die aktuellen Migrationsströme aus dem Nahen Osten (z.B. Syrien) und aus Afrika überwiegend kritisch aus.

 

 




Bei Interesse an unserer Studie oder bei diversen Fragen stehen wir gerne und jederzeit zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Ihre Ansprechperson

Prof. Dr. Werner Beutelmeyer
Institutsvorstand und Geschäftsführer