Der Alpenverein Linz hat Visionen

- market unterstützt bei der Erstellung eines neuen Leitbilds

 

 

Das market Institut führte im Auftrag des Alpenvereins Linz eine groß angelegte Befragung seiner Mitglieder durch. Dabei kam auch das bewährte market Tool zur Messung der Mitgliederzufriedenheit zum Einsatz, welches interessante Themenfelder offenlegte. Erfahren Sie im Interview mit der Geschäftsführerin, Frau Dr. Gasselsberger, spannende Details zu dieser Befragung.

 

 

 

 

Zur Person: Frau Dr. Gerti Gasselsberger ist Geschäftsführerin des Alpenvereins Linz und neben der Personalverantwortlichkeit inhaltlich zuständig für die Förderung der alpinen Infrastruktur (Hütten und Wege). Sie promovierte in Salzburg in den Rechtswissenschaften.

 

 

 

Der Alpenverein Linz blickt bereits auf eine lange Geschichte zurück. Was waren die Beweggründe, dass Sie sich zum ersten Mal zu einer Befragung der Mitglieder entschlossen haben?

 

Auslöser war die geplante Erstellung eines Leitbildes. Im Zuge dieser Diskussion haben wir schnell bemerkt, dass wir Bedarf nach externem Input haben. Dadurch ergab sich die Idee einer Mitgliederbefragung, um zu sehen, wo wir stehen und welches Bild unsere Mitglieder von uns haben. Dabei fanden wir die von market vorgeschlagene Herangehensweise zur Messung der Mitgliederzufriedenheit sehr spannend.

 

Der Alpenverein Linz zählt in Oberösterreich mit 22.000 Mitgliedern zum mit Abstand größten alpinen Verein. Was haben Sie aus der Studie über die Hauptbeweggründe für eine Mitgliedschaft gelernt?

 

Die Mitgliedschaft beim Alpenverein wird in erster Linie dadurch begründet, dass wir uns für die Förderung der alpinen Infrastruktur einsetzen. Als weitere wichtige Argumente nennen unsere Mitglieder den im Mitgliedsbeitrag inkludierten umfassenden Versicherungsschutz sowie ermäßigte Hüttenübernachtungen und das Veranstaltungs- und Tourenangebot.

 

Mit welchen Herausforderungen sieht sich der Alpenverein konfrontiert in Hinblick auf die Erfüllung der Erwartungen seiner Mitglieder?

 

Die Befragung hat verdeutlicht, dass wir noch deutlicher als bisher das, wofür der Alpenverein steht, nach außen sichtbar machen müssen. Die Formulierung eines Leitbilds, in dem unsere Werte und Visionen niedergeschrieben sind, ist daher ein ganz wichtiger Schritt für uns.

 

 

An was denken Sie hier konkret?

 

Die Studie hat hier ein breites Spektrum an Themen offen gelegt. Ich denke hier beispielsweise an die parteipolitische Neutralität, welche bei uns in der Satzung verankert ist und dementsprechend auch von außen besser sichtbar gemacht werden muss.

 

Ein anderes Thema ist die Offenheit für alle Menschen ohne jedwede Diskriminierung. Trotz der umfassenden Aufarbeitung unserer Vergangenheit durch den Dachverband scheint dieses Thema hier leider noch immer in manchen Köpfen verankert zu sein. Dabei setzen wir beim Thema Integration verschiedenste Initiativen für Migranten bzw. Asylwerber in Hinblick auf Vergünstigungen und eine Einbindung bei diversen Veranstaltungen.

 

Auch müssen wir den Mitgliedern unser bestehendes umfangreiches Angebot besser kommunizieren, aber auch in gewissen Bereichen nachjustieren. Ich denke hier an das Eingehen auf aktuelle Themen oder an spezielle Angebote für Familien, Senioren oder Singles.

 

Welche Erkenntnisse aus der Studie möchten Sie nun in den Erstellungsprozess für das neue Leitbild einfließen lassen?

 

Im Wesentlichen soll das Leitbild dazu beitragen, das Profil des Alpenvereins zu schärfen. Wir sind momentan mitten im Erstellungsprozess. Sicher ist, dass wir den Naturschutz und die Erhaltung der Bergwelt noch stärker in den Mittelpunkt stellen möchten. Außerdem möchten wir in Zukunft in der öffentlichen Diskussionen vermehrt Stellung beziehen. Ich denke, die Leute erwarten sich das von uns.




Bei Interesse an unserer Studie oder bei diversen Fragen stehen wir gerne und jederzeit zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Ihre Ansprechperson

Mag. Thomas Pargfrieder
Senior-Researcher