Ausbaufähiges Wissen über ausgewogene Ernährung

Die Nahrung versorgt den Körper mit vielen wichtigen und unentbehrlichen Substanzen, die zur Aufrechterhaltung von Gesundheit und Wohlbefinden nötig sind. Eine ausgewogene Ernährung bildet den Grundpfeiler für ein gesundes Leben, d.h. ein bewusster Umgang mit Lebensmittel unterstützt eine gesunde Lebensweise. Vorrausetzung dafür ist aber auch das entsprechende Wissen über Nahrung und genau hier gibt es noch Aufholbedarf unter den Österreichern und Österreicherinnen. Dies zeigt eine Umfrage für AGRANA, durchgeführt von market.

 

market hat unter den Österreichern und den Österreicherinnen nachgefragt, was man unter Energiebilanz versteht. Nur vier von zehn Österreichern können dies richtig zuordnen und beantwortet dies mit der „Differenz zwischen Kalorienaufnahme und Kalorienverbrauch“. Fast genauso viele, nämlich 36 Prozent glauben daran, dass dies die Summe von Kalorienaufnahme und Verbrauch ist. Sieht man sich im Detail die Bevölkerungsgruppe an, welche den Begriff richtig zuordnen kann, fällt auf das dies vor allem jüngeren Personen mit höherer Bildung sind, die darüber besser Bescheid wissen. Dass es letztendlich um die Energiebilanz geht, wenn wir über Übergewicht und Fettleibigkeit sprechen, ist somit nur bedingt klar. Und somit automatisch auch nicht, dass Zucker nicht automatisch die Ursache für Übergewicht ist – schlicht weg heißt es, weniger essen und mehr Bewegung!

 

 

 

 

Lässt man in der Folge nach den wichtigsten Nahrungskomponenten, die wir täglich zu uns nehmen sollen sind, detaillieren, antworten knapp mehr als zwei Drittel spontan mit der richtigen Antwort, nämlich Kohlenhydrate, Fette, Eiweiß bzw. Proteine. Ein weiteres Drittel nennt allerdings auch Begriffe wie Mineralstoffe, Wasser, Vitamine als Hauptnahrungskomponente. Ein Fünftel spricht dabei schlichtweg von Obst und Gemüse, weitere 15 Prozent trauen sich grundsätzlich keine Aussage zu dieser Frage zu.

 

 

 

Ein Thema, was immer wieder beschäftigt, ist die Frage nach dem höheren Kaloriengehalt. Was hat mehr Kalorien - Zucker oder Fett? Tatsache ist, dass Zucker am Kilo einen Brennwert von 4000kcal hat, im Vergleich dazu Fett einen Brennwert von 9100 kcal am Kilo. Ein gutes Drittel der Österreicher und Österreicherinnen tippt richtig und verweist darauf, dass Fett mehr Kalorien als Zucker hat, ein Viertel ist vom Gegenteil überzeugt, der Rest ist mehr oder weniger unschlüssig. Sprich zwei Drittel der Österreicher hat schlichtweg wenig Ahnung um den wirklichen Kaloriengehalt von Zucker.

 

 

 

Hinterfragt man die Gründe, warum zuckerreduzierte und zuckerfreie Produkte gekauft werden (Immerhin knapp ein Drittel aller Österreicher gibt an, beim Essen bewusst auf den Kaloriengehalt von Lebensmittel zu achten), so argumentieren nahezu 80 Prozent mit dem Aspekt, dass diese gesünder seien, und dass damit Kalorien gespart werden kann. Nur 36% vermeinen gleichermaßen, davon nicht dick zu werden. Lügen wir uns selber an? Fakt ist: Weniger Zucker ist nicht immer mit weniger Kalorien gleichzusetzen, schon gar nicht im Ausmaß der jeweiligen Zuckerreduktion.

 

 

 

 

Oft wird der Zucker bzw. der Zuckergehalt in einem Lebensmittel verteufelt und als ausschlaggebendes Problem für eine nicht gesunde Ernährung gesehen. Die weitläufige Meinung ist: Zucker ist die Ursache für Übergewicht, d.h. Zuckervermeidung bringt einen an eine gesündere Lebensweise, und spart Kalorien. Tatsache ist, dass es bei gesunder Ernährung um mehr geht als um zu viel Zucker, es geht schlussendlich um die Energiebilanz - Ausgewogene Ernährung und bewusste sportliche Betätigung sind der Schlüssel einer gesunden Lebensweise!

 

Dokumentation der Umfrage: n=500 Online Interviews, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahre bis ultimo, Erhebungszeitraum: 20. Bis 22. Juni 2018, maximale statistische Schwankungsbreite +/-4,48 Prozent.




Bei Interesse an unserer Studie oder bei diversen Fragen stehen wir gerne und jederzeit zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Ihre Ansprechperson

Prok. Birgit Starmayr
Institutsvorstand von market