50 Prozent sehen ihren Job durch Digitalisierung in zehn Jahren verändert.

Panik sieht anders aus. Nur jeder zwanzigste berufstätige Österreicher erwartet, dass sein Job in den nächsten zehn Jahren durch die Digitalisierung verschwinden wird. Fast die Hälfte der Berufstätigen glaubt sogar, dass er so bleibt, wie er jetzt ist. Das ergibt eine Umfrage des market-Instituts für das Wirtschaftsmagazin Trend.

 

Nur 5 Prozent der derzeit Berufstätigen sehen ihren Job in den nächsten 10 Jahren als nicht mehr existent. 44 Prozent gehen von Anpassungen aus, sprich, dass der heutige Job in veränderter Form weiter vorhanden sein wird. Die regelmäßig publizierten Prognosen über das massenhafte Verschwinden von Jobs als Folge der technologischen Entwicklung werden von den Österreichern folglich gelassen bewertet – je älter die Befragten, umso gelassener. Wegrationalisieren im großen Stil? Nein!“, fasst Birgit Starmayr von Market die Erwartungshaltung zusammen.

 

Im Detail werden einzelne Berufe als mehr oder weniger bedroht eingestuft: Fließband- und Lagerarbeiter etwa, deren Tätigkeit in der Regel monoton ist, gehören nach Ansicht der Österreicher eindeutig zu den gefährdeten Arten. Überraschend geringe Überlebenschancen werden auch Bankern eingeräumt: 58 Prozent sehen die Finanzdienstleister „besonders stark“ oder „stark“ gefährdet. Der Vormarsch des Internetbankings und die Schließung von Bankfilialen führen die dramatische Umwälzung in diesem Bereich vielen Menschen plastisch vor Augen. Dagegen werden andere Berufe, die von viel Interaktion und Vertrauen gezeichnet sind, als weiterhin zukunftsreich eingeschätzt: Lehrer, Ärzte oder Krankenpfleger werden auch in der volldigitalisierten Gesellschaft benötigt – vielleicht mehr denn je zuvor.

 

Bereitet die Politik die Arbeitnehmer ausreichend auf Digitalisierung und Automatisierung vor? Auf diese Frage antworten nur 22 Prozent der Befragten mit ja, 64 Prozent mit nein. In der Gruppe der derzeit Berufstätigen ändert sich in der allgemeinen Wahrnehmung so gut wie nichts.

 


Dokumentation der Umfrage MA845: n=709 Online Interviews, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung, maximale statistische Schwankungsbreite bei n=709 beträgt +/- 3,78 Prozent, Erhebungszeitraum: von 21. bis 22. Februar 2019




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Ihre Ansprechperson

Prok. Birgit Starmayr
Institutsvorstand von market