Wo liegt das Zukunftsrisiko für Österreich?

Die Risikosensitivität hat in unserer Gesellschaft die letzten Jahre deutlich zugenommen. Ganz besonders in den älteren Bevölkerungssegmenten herrscht ausgeprägte Zukunftsangst. Die jüngeren Bevölkerungsgruppen machen sich zwar auch intensive Zukunftsgedanken, reagieren aber etwas gelassener. Was wird eher nicht gefürchtet?

 

Dass es zu Engpässen in der Energieversorgung kommen könnte, Grenzkontrollen in Europa, die niedrigen Zinsen, dass Österreich in militärische Konflikte hineingezogen wird und der steigende Linksextremismus. Dem gegenüber steht massive Angst vor dem größer werden der Unterschiede zwischen Arm und Reich, den Anstieg der Arbeitslosigkeit, sowie der Sorge, dass der islamische Einfluss zu groß werden könnte. Übrigens -die häufig zitierte und diskutierte Klimaerwärmung lässt die ÖsterreicherInnen ziemlich kalt.

 

 

Zwei Sorgen teilen Alt und Jung, und zwar dass die Unterschiede zwischen Arm und Reich immer größer werden, sowie den Anstieg der Arbeitslosigkeit. Zum Teil recht unterschiedliche Bedrohungsrelevanz wird der Frage, ob der islamische Einfluss zu groß wird, zugeordnet. Während für die älteren ÖsterreicherInnen dies eine zentrale Zukunftssorge darstellt, liegt diese Thematik bei den Jungen eher im Mittelfeld. Umgekehrt hält sich die Einschätzung bei der steigenden Fremdenfeindlichkeit sowie bei radikalen und terroristischen Gruppierungen. In diesen beiden Punkten reagieren die Jungen sensitiver als die älteren Semester. Eklatant unterschiedlich ist die Einschätzung der Flüchtlingsthematik. Große Sorgen machen sich diesbezüglich die über 60-Jährigen, deutlich weniger problematisch sehen die unter 30-Jährigen das Flüchtlingsthema. Beachtliche Sorgen macht den älteren Österreichern die hohe Staadtsverschuldung, das Risiko einer neuen Finanzkrise, sowie der Stillstand bei den Reformen.

 

 

Die Wahrnehmung der Bedrohungsfelder differiert aber auch in den Bildungssegmenten. Besonders besorgt zeigen sich die Österreicher aus der Bildungsbasis. Die Bildungselite sieht das Risikopential für die Zukunft Österreichs etwas differenzierter. Neben der zunehmenden Kluft zwischen Arm und Reich sowie der steigenden Arbeitslosigkeit reagiert die Bildungselite besonders sensitiv auf die Mängel im Bildungssystem. Die Schieflage der Demografie bereitet der Bildungselite ebenfalls besondere Sorgen.  

 





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Prof. Dr. Werner Beutelmeyer
Institutsvorstand und Geschäftsführer