Wer hat Angst vor Präsident Donald Trump?

So verändert die historische US-Wahl Österreich und den Rest der Welt

 

Die Schlacht ist geschlagen, Donald Trump hat die US-Wahl gewonnen und wird der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Während die USA den Schock noch verdauen muss, zumindest 4 Jahre lang von einem international mehr als umstrittenen Oberhaupt regiert zu werden, ging market der Frage nach, was ein derart kontroverser Präsident für den Rest der Welt – aus der Sicht der österreichischen Bevölkerung – bedeutet. Plus: Wer erhält dadurch Rückenwind bei der Wahl zum österreichischen Bundespräsidenten?

 

Zunächst ist klar, dass dieses Ergebnis der US-Wahl Herrn und Frau Österreicher überrascht und heute Morgen auf dem falschen Fuß erwischt hat. Mehr als 70 Prozent haben nicht mit einem derartigen Wahlausgang in den USA gerechnet, für rund ein Drittel kam er im Detail sehr überraschend, womit sich die Größenordnungen in etwa mit dem bereits zuvor abgefragtem potentiellen Wahlverhalten der Österreicher deckt. Doch welche Auswirkungen sieht man nun durch „Mr. President, Donald Trump“

 

 

Zuallererst schadet die Entscheidung in den USA dem internationalen Ansehen des Landes, 70 Prozent der Österreicher sehen hier einen klar negativen Einfluss. In einer ähnlichen Größenordnung vermutet man auch negative Auswirkungen auf die Weltpolitik, zu unterschätzen sind auch nicht die nun folgenden Entwicklungen auf den Finanzmärkten bzw. für die Flüchtlingskrise im Nahen Osten. Während man die allgemeinen Beziehungen zwischen den USA und Russland unter „Putin-Freund“ Trump zum Teil im Aufwind sieht, erwartet man im Gegensatz dazu rauere Zeiten zwischen den USA und der EU. Was auffällt: Österreich dürfte in einer sich möglicherweise verändernden Weltordnung nur eine geringe Rolle spielen – jeweils rund die Hälfte geht davon aus, dass der neue Republikaner im Weißen Haus keinerlei Einfluss auf Österreichs Wirtschaft bzw. Politik hat. Keine Befürchtungen hat man zudem im Hinblick auf etwaige Einflüsse für das eigene Leben.

 

Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird

 

Trotz der vorhandenen Ängste malen die Österreicher aber nicht vorschnell den Teufel an die Wand. So glauben bspw. rund zwei Drittel, dass Trump die von ihm im Vorfeld getätigten rigorosen Wahlversprechen (wie der geplante Mauerbau an der mexikanischen Grenze, das Einwanderungsverbot für Muslime oder der Ausstieg der USA aus der Welthandelsorganisation) nicht bzw. nur bedingt in Kraft setzen wird und orten darin vielmehr haltlose Wahlversprechen. Ein Aspekt, der Europa und den Rest der Welt doch hoffen lässt.

 

 

Trump als Turbo für Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer?

 

Mit einer ähnlichen Klarheit sieht man letztlich auch den heimischen Begünstigten des amerikanischen Wahltages. So gehen knapp 60 Prozent davon aus, dass der Sieg Donald Trumps einen Rückenwind für den FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer bei der kommenden zweiten Stichwahl zum österreichischen Bundespräsidenten bedeutet. Während sich in diesem Zusammenhang in etwa ein Viertel keine Einschätzungen zutraut, sehen nur 14 Prozent Alexander van der Bellen als Profiteur des amerikanischen Wahlergebnisses. 

 

 

Die diesjährige US-Wahl wird uns somit auch in Österreich länger noch begleiten und es bleibt abzuwarten, welche politischen Überraschungen das Jahr 2016 für uns noch bereithält.

 

Dokumentation der Umfrage MA789: n=400 Online Interviews unter der österreichischen Bevölkerung ab 15 Jahren Erhebungszeitraum: 9. November 2016, maximale statistische Schwankungsbreite bei n=400 +/- 5,00 Prozent Das ganze News hier zum Downloaden





Washington DC, USA - January 20, 2017: An internet live news channel streams President Trump signing executive orders following his inauguration.

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Mag. Stefan Anzinger
Senior-Researcher