Wenn das Gleiche nicht das Selbe ist!

Gleich vorweg: Die Auswahl der abgefragten Gruppen und Organisationen ist völlig willkürlich und dennoch zeigt sie, wie mit unterschiedlichen Begriffen gespielt und manipuliert werden kann. Kommunikation gelingt dann, wenn man nicht nur dieselben Worte und dieselbe Sprache verwendet, sondern wenn vor allem die Bedeutung des Gesagten übereinstimmt. Aber die Bedeutung der Worte im Gegenüber bleibt oft verborgen. Gut, dass market etwas Bewusstsein schafft!

 

Eine große emotionale Überschneidungsmenge zeigt das Wort Mutter. Hier haben zwei Drittel ganz klar positive Emotionen. Von der Verwandtschaft sprechend entfesselt diese zwar keinen großen Gefühlsschwall, dennoch denkt man weitgehend positiv.

 

Begriffe, die am meisten polarisieren sind Gewerkschaft und Europäische Union. Gewerkschaft wird jedoch von Berufstätigen nicht positiver gesehen als von Nicht-Berufstätigen. Ein Stadt-Land Gefälle zeigt sich bei der EU. Im ländlichen Gebiet läuft etwas häufiger Gefahr mit bösen Blicken bedient zu werden, wenn man überschwänglich positiv von der EU spricht.

 

 

Politiker (selbst mit zweifelhaftem Ruf behaftet) sollten sich bewusst sein, dass ein mit Freude angekündigter Untersuchungsausschuss in der Bevölkerung nicht auf ebenso viel Gegenliebe stößt. Den „bösen Chef“ gibt es für 14 Prozent, aber, bei weitgehend neutraler Interpretation, haben doppelt so viele positive Gedanken, wenn vom Chef gesprochen wird. Wo gibt es noch Unterschiede in der Wahrnehmung? Wenig überraschend sehen Personen mit höherem Bildungsabschluss Akademiker deutlich positiver. Haben Sie unseren spannenden ersten Teil verpasst? Hier geht’s zu den Begriffen des Alltags und wie diese teils sehr unterschiedlich interpretiert werden, denn schon Konfuzius sagte: Die ganze Kunst der Sprache besteht darin, verstanden zu werden.