Skiurlaub in Zeiten von Corona!

Die heimischen Touristen haben im Sommer mitgeholfen, die Saison in Österreich wenigstens teilweise zu retten - aber funktioniert das auch im Winter? Eine Umfrage von market für das Wirtschaftsmagazin Trend legt die Antwort nahe: Nicht wirklich!

 

Nicht nur, dass schon in normalen Jahren lediglich 39 Prozent der Österreicher Skiurlauber bzw. Tages-Skigäste sind und nur rund 15 Prozent mehrtägigen Urlaub in den Wintertourismus-Gebieten machen.

 

 

Auch wer sonst wie selbstverständlich den Pisten- und Après-Ski-Spaß sucht, ist jetzt besonders vorsichtig. Von den Skiurlaubern geben 18 Prozent an, in der Corona-Wintersaison auf die Skigaudi komplett verzichten zu wollen, weitere 22 Prozent wollen "vermutlich nicht" auf die Brettln steigen. Ähnlich verhält es sich mit den Tagesskifahrern, die in der nächsten Saison ebenfalls zurückhaltender agieren dürften.

 

 

Das dürfte zum einen mit allgemeiner Corona-Vorsicht zusammenhängen, zum anderen aber auch mit den eingeschränkten Möglichkeiten, sich zu amüsieren. Denn gefragt nach der Bedeutung einzelner Corona-Schutzmaßnahmen, werden all jene Vorschläge als "sehr wichtig" eingestuft, "die leicht gehen", wie Market-Expertin Birgit Starmayr süffisant anmerkt: etwa Masken tragen in Gondeln oder Abstand halten bei der Liftstation.

 

 

Dagegen haben für die Befragten Maßnahmen, die mit Einschnitten bei den sozialen Kontakten verbunden sind, deutlich weniger Priorität, egal, ob es das Meiden von Lokalen oder das Schließen von Hotelbars ist. Für die Touristiker, insbesondere die Hoteliers, sind das Hiobsbotschaften. Die fast 47 Millionen Nächtigungen ausländischer Gäste, der Referenzwert der letzten Wintersaison, werden durch Reisewarnungen diverser europäischer Länder dramatisch zurückgehen. Und auch die 13 Millionen Übernachtungen österreichischer Gäste werden eher rückläufig sein und damit nichts kompensieren können. Der Corona-Winter wird die Wirtschaft dramatisch frösteln lassen.

 

Dokumentation der Studie: Online-Interviews, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung von 16 Jahre bis ultimo, Durchführung: 20.-23. Oktober 2020, n=1802 Statistische Schwankungsbreite: +/- 2,36 Prozent





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Ihre Ansprechperson

Prok. Birgit Starmayr
Institutsvorstand von market