Schatzi, Schnucki, Flitzer, Stinker – oder wie nennen Sie…… Ihr Auto?

Schatzi, Schnucki, Flitzer, Stinker – oder wie nennen Sie…… Ihr Auto?

 

Abseits vom Kosenamen gibt die Mehrzahl der AutobesitzerInnen in Österreich einen recht pragmatischen Zugang zum eigenen Fahrzeug zu Protokoll: Das eigene Auto passt zu mir und es ist ein reiner Gebrauchsgegenstand – trotzdem lässt man andere nur ungern damit fahren, fast die Hälfte der österreichischen AutobesitzerInnen reagiert nervös, wenn eine andere Person hinter dem Lenkrad des eigenen Autos sitzt (zum Vergleich: In Deutschland sind sogar 62 Prozent skeptisch!). Der Geschlechtervergleich zeigt: Vor allem die Männer haben Sorgenfalten auf der Stirn, wenn eine andere Person das eigene Auto lenkt!

 

 

Dies kann einerseits daran liegen, dass für einen Teil der AutobesitzerInnen das Auto vielleicht doch etwas mehr als ein Gebrauchsgegenstand ist (welche anderen Gebrauchsgegenstände werden mit Kosenamen versehen?) und andererseits lässt sich das auch über die Fahrkenntnisse ableiten: 95 Prozent der österreichischen AutobesitzerInnen halten sich für kompetent am Steuer – das Selbstbewusstsein ist also stark ausgeprägt! Mit den anderen AutofahrerInnen ist man hier weniger zufrieden – das Schimpfen über andere AutofahrerInnen ist für viele von uns fast täglicher Standard…

 

 

Junge AutofahrerInnen sind am Steuer deutlich häufiger abgelenkt als ältere VerkehrsteilnehmerInnen – am Handy wird telefoniert, es werden Nachrichten gelesen und geschrieben und auch gegessen… Trotzdem bleibt bei den jungen AutofahrerInnen noch mehr Zeit, um sich über andere Personen zu ärgern. Im Geschlechtervergleich geben die Männer häufigere Geschwindigkeitsüberschreitungen zu Protokoll und beschäftigen sich etwas öfter mit Dingen abseits des eigentlichen Lenkens des Kraftfahrzeugs. Noch ein letzter Blick auf die Geschlechterwelt: Ob das Auto von einem Mann oder einer Frau hergerichtet wird, ist in der heutigen Zeit kein Thema mehr – da sind sich Männer und Frauen einig! Zurück zum Vergleich der österreichischen AutobesitzerInnen mit Deutschland (Quelle für die Ergebnisse aus Deutschland: Holger Geißler; „Wie wir Deutschen ticken“; (2015)) – das positive autofahrerische Selbstbild ist in Österreich noch etwas ausgeprägter als in Deutschland, 95 Prozent zu 89 Prozent lautet hier die Eigeneinschätzung der guten AutofahrerInnen im Vergleich. Die Aggressivität am Steuer findet man allerdings auch eher bei uns in der Alpenrepublik: In Österreich geben 21 Prozent an, am Steuer aggressiver als im normalen Leben zu sein – in Deutschland sind dies nur 14 Prozent…

 

 

Dokumentation der market-Umfrage; n=400 AutobesitzerInnen (Privat- und Firmen-KfZ), repräsentativ für diese Zielgruppe; Online-Befragung; Juni 2016.





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Ihre Ansprechperson

Prok. Dr. David Pfarrhofer
Institutsvorstand von market