Optimismus ist stabil, aber Zweifel an den Massentests

Der zweite Lockdown wirkt. Parallel zu den sinkenden Infektionszahlen bleibt das Lebensgefühl stabil. Letzte Woche gab es beim Optimismuspegel eine kräftige Schubumkehr. Er legte vom Allzeittief (29 Prozent) um unglaubliche 10 Prozentpunkte auf 39 Prozent zu. Diese Woche stabilisiert sich dieser Wert, beim wahrscheinlich wichtigsten Gesellschaftsindikator weiter fort.

 

 

Vor diesem Stimmungshintergrund ist es aber eher überraschend, dass die Bevölkerung beim Thema Massentest sehr zurückhaltend reagiert. Die Überzeugung, dass er bei der Eindämmung der Pandemie wertvolle Hilfe leistet ist nur eher schwach ausgeprägt und fast enttäuschend gering präsentiert sich die Motivation sich bei den in den nächsten Tage angesetzten Massentests selber testen zu lassen.

 

Derzeit sagen nur 19 Prozent, dass sie bestimmt teilnehmen werden. Damit äußert nur jeder Fünfte eine fixe Absicht teilzunehmen. Weitere 33 Prozent sind der Massenabtestung wohlgesonnen, müssen aber noch mobilisiert werden. Jeder Zweite lehnt die Massenabtestung ab. Mögliche Ursache für diese Zurückhaltung: Nur magere 16 Prozent halten die Abtestung der Gesamtbevölkerung zur Eindämmung der Pandemie für „sehr“ wirksam. Dieser Wert ist sehr niedrig und weist darauf hin, dass die Massentests auf „freiwilliger“ Basis kein Selbstläufer werden.





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Ihre Ansprechperson

Prof. Dr. Werner Beutelmeyer
Institutsvorstand und Geschäftsführer