Klimawandel oder Klimawahn ist die Frage!

Kein anderes Thema beschäftigte im letzten Jahr die Gesellschaft intensiver als der Klimawandel. Da waren einerseits die heißen und trockenen Sommer der letzten drei Jahre mit enormen Folgewirkungen in der Natur und andererseits die Winter, die immer schneeloser und milder werden. Für jedermann sichtbares Fichtensterben, Wasserknappheit, enorme Ernteausfälle und heftige Stürme sowie Unwetter waren nur einige der Kollateralwirkungen des Temperaturanstieges auch in unseren Breiten.

 

Die prima Causa „Klimawandel“ überlagert und überdeckt politische Themen, Wirtschaftsfragen und das immer näher rückende Coronavirus. Der Klimawandel befeuert auch den Generationenkonflikt, schließlich sparen Greta Thunberg und ihre Jünger nicht mit Kritik an der „Elterngeneration“. Die Generation der Babyboomer wird als zentraler Verursacher des Klimawandels ausgemacht und als verantwortliche für schlechte Klimapolitik bestreikt.  Das Thema Klimawandel beschäftigt vor allem sehr viel stärker die jüngere Generation als die Älteren, aber auch die Bildungseliten.

 

 

In Österreich ist die Klima-Betroffenheit bei rund drei Viertel der Bevölkerung ausgeprägt. Es handelt sich dabei besonders um junge und bildungselitäre Bevölkerungssegmente. Die Thematisierung des Klimawandels trägt stark urbane Züge. Die Kernfrage: Klimawandel oder Klimawahn? Ist Klimawandel weitestgehend ein Naturphänomen oder ein massiv von Menschen verursachter Veränderungsprozess in der Natur. Zwei diametrale Meinungen wurden dazu abgefragt: Die eine Meinung lautete: Der Klimawandel ist zu 90 Prozent von Menschen verursacht und daher muss auch der Mensch aktiv gegen den Klimawandel vorgehen. Die Gegenmeinung lautete: Der Klimawandel hat viele Ursachen. Der menschliche Einfluss wird dabei stark überschätzt. Die Antwort der Österreicher fällt eindeutig aus: Zwei Drittel sehen die 90-Prozent Verantwortung der Gesellschaft. Nur ein Drittel vertritt die Gegenmeinung vom derzeitigen Klimawahn in der Gesellschaft. 

 

Überraschend – das Verantwortungsgefühl für den Klimawandel dürfte sich die letzten Monate kräftig entwickelt haben, denn immerhin 59 Prozent der Österreicher behaupten von sich, dass sie ihr Verhalten im Bereich Ernährung, Konsum und Fortbewegung im Vergleich zu früher bereits geändert haben oder im Begriff sind neue Verhaltensweisen zu entwickeln.

 

Diese Ansage wird unsere „Märkte“ massiv betreffen und vieles neu definieren.

 

Lesen Sie in unserem nächsten Forschungsbericht wie sich der Klimawandel bereits auf unser Verhalten auswirkt.




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Ihre Ansprechperson

Prof. Dr. Werner Beutelmeyer
Institutsvorstand und Geschäftsführer