Kanzler Kern: Er macht es besser aber...

Gut 100-Tage im Amt hat Kern bereits absolviert. Der Blick der Bevölkerung auf den Kanzler fällt dadurch schärfer aus. Während vor einigen Monaten noch der Neue erwartungsfroh angenommen wurde, „normalisieren sich nun seine demoskopischen Werte.

 

Stellt man die Frage: Erwarten Sie, dass Kern bei nötigen Reformen und Entbürokratisierungen in Österreich etwas weiterbringen wird oder glauben Sie, dass er eher weniger weiter bringen wird? so kehrt nüchterner Realismus ein. Die absolute Mehrheit von 52 Prozent glaubt nicht an seine Umsetzungskraft bei Reformen und Entbürokratisierungen. Besonders kritisch sind die jungen und mittleren Alterssegmente sowie die Berufstätigen bei dieser Fragestellung.

 

 

Gleichzeitig fordern aber nahezu vier Fünftel aller ÖsterreicherInnen (78 Prozent) „größere Reformen“ im Land ein. Massiver Reformstau wird diagnostiziert und kleinere Kurskorrekturen werden als bei Weitem nicht ausreichend angesehen.

 

 

Dass in der Koalition mit der ÖVP nur gestritten wird ist nicht die primäre Wahrnehmung der Bevölkerung, vor allem die Jungen sehen auch einige „Gemeinsamkeiten“ der Koalitionspartner. Es weicht hier offensichtlich die öffentliche Meinung von der veröffentlichen Meinung ab.

 

 

 

Zweifelsohne führt er sein Amt besser als der Vorgänger Faymann. Was aber nicht dazu führt, dass die SPÖ bei der Sonntagsfrage abhebt. Hier liegen die aktuellen Werte bei 24 Prozent, das ist nicht wirklich viel besser als unter der Kanzlerschaft von Faymann.

 

 

Dokumentation der Umfrage MA784: n=405 Online Interviews in der österreichischen Bevölkerung ab 15 Jahren Erhebungszeitraum: 18. bis 19. August 2016, maximale statistische Schwankungsbreite bei n=405 +/- 4,97 Prozent





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