Generation Mitte und die Angst vor dem Abstieg

Die Stimmung ist schlecht. Der Optimismuspegel, ein sehr verlässlicher Indikator für das Lebensgefühl, liegt im Keller. Eine Ursache dafür liegt im zunehmenden Gefühl, dass der Lebensstandard sinkt. Gaben in den 90er-Jahren durchwegs rund 30 Prozent bei Befragungen an, sich mehr leisten zu können als vor einem Jahr, so sind es in einer aktuellen market-Umfrage im Auftrag des Trend, nur zehn Prozent. Fast die Hälfte hingegen meinen, dass sich ihre Kaufkraft verschlechtert hat. Dieser kritische Eindruck verstärkt sich in der sozialen Mittelschicht deutlich.

 

 

Die negative Grundstimmung dürfte aus konkreten Erfahrungen des Alltags gespeist sein. Sie beeinflusst den Gesamtblick aufs eigene Leben – und auf jenes der Nachfahren. 61 Prozent geben zwar an, sich im Vergleich zu ihren Eltern verbessert zu haben. Doch satte 62 Prozent erwarten zugleich, dass es ihren Kindern bzw. der nächsten Generation schlechter gehen wird; nur 21 Prozent rechnen mit einer Verbesserung. Deutlich positiver sehen Menschen mit Migrationshintergrund ihre Zukunft.

 

 

Alleine die Sorgen und Ängste haben Konjunktur. Ganz oben auf der aktuellen Sorgenliste befindet sich die Arbeitslosigkeit. Gefolgt vom Eindruck, dass sich zu viele Fremde im Land befinden. Der mögliche Verlust des Lebensstandards im Alter beschäftigt ebenfalls eine äußerst breite Bevölkerungsgruppe. Dahinter schließt sich das Thema an, ob unsere Kinder eine gesicherte Zukunft haben werden.

 





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Ihre Ansprechperson

Prok. Birgit Starmayr
Institutsvorstand von market