Gedämpfte Stimmung und enttäuschte Impferwartungen

Der Zukunftsoptimismus kommt nicht so recht in die Gänge. Dieser wohl wichtigste Gesellschaftsindikator hatte sich zwar zunächst vom historischen Tief der KW 44/2020 (letzte Oktoberwoche 2020) kräftig erholt. Die Aussicht auf bald verfügbare, wirksame Impfstoffe war dafür ausschlaggebend und hatte diese Stimmungswende produziert.

 

Jetzt bröckelt die Stimmung allerdings wieder. Enttäuschte Impferwartungen und zunehmende Sorge, ob die ursprünglich ambitioniert geplante Durchimpfung der Bevölkerung auch Realität wird, drücken aufs Gemüt.

 

 

 

 

„Die Organisation der Corona-Impfungen funktioniert schlecht“ meint die Mehrheit der ÖsterreicherInnen, von denen 64 Prozent die derzeitige Durchführung der Impfungen in Österreich kritisieren. Demgegenüber stehen nur 11 Prozent, die dem aktuellen Impfmanagement ein gutes Zeugnis ausstellen. Jeder Vierte traut sich die Situation in diesem Zusammenhang nicht zu beurteilen.

 

 

 

 

Eine regionale Betrachtung der Bewertung der Impforganisation ergibt ein differenziertes Bild – die Bundesländer werden von der jeweiligen Bevölkerung als unterschiedlich effizient wahrgenommen. Am besten schneidet Niederösterreich ab, am Ende des Rankings rangiert Salzburg.

 

 

 

Letztlich aber dokumentieren die Antworten auf die Frage, wie gut die Organisation der Corona-Impfungen durch die einzelnen Verantwortungsebenen funktioniert, alles in allem Vertrauen ins regionale Management und deutliche Skepsis bezüglich der EU-Organisationsqualität. Der Astra Zeneca-Konflikt mit der EU wird dabei offenkundig sorgenvoll registriert.

 

 

 

 

Dokumentation der Umfrage MT2119: MARKET INSTITUT, Basis: 1.000 national repräsentative Interviews (Online im MARKET Panel) Befragungszeitraum: KW4 / 2021

 

 





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Ihre Ansprechperson

Prof. Dr. Werner Beutelmeyer
Institutsvorstand und Geschäftsführer