Einkommen: Gerecht oder ungerecht? Einkommen: Gerecht oder ungerecht?

Soziale Fragen werden in der Politik und Gesellschaft heiß diskutiert. Wie groß darf der Abstand zwischen Arm und Reich sein? Wird die sogenannte Mittelschicht immer ärmer? Was sorgt für sozialen Sprengstoff?

 

 

Zwei Meinungen reiben sich aneinander: 57 Prozent aller ÖsterreicherInnen sehen die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich als großes soziales Problem. 43 sind diesbezüglich eher arglos und sehen eher kein Problem, solange es den unteren Schichten nicht schlecht geht. Besondere Sorgen um eine zunehmende Kluft zwischen Arm und Reich machen sich die Jungen und die Berufstätigen.

 

 

Was ist gerecht? Immerhin vertreten 36 Prozent aller ÖsterreicherInnen die Auffassung, dass Gerechtigkeit keine hohen Einkommensunterschiede erfordert. Die Mehrheit (64 Prozent) sieht in mehr Leistung, den gerechten Anspruch auf mehr Verdienst. Leistungsgerechtigkeit ist die klare Mehrheitshaltung der österreichischen Bevölkerung. Wenig Akzeptanz erhält ein Arbeitsloseneinkommen das auf einem ähnlichen Niveau wie das Berufseinkommen liegt. In diesem Punkt gibt es eine vehemente Forderung nach Differenzierung. Dieser Unterschied wird auch bei der Altersvorsorge gefordert: Gerecht ist, meinen 60 Prozent, wenn sich die Altersvorsorge stark unterscheidet, je nachdem, wie viel der Einzelne für sein Alter vorgesorgt hat.

 

 

Die Finanzplanung ist kurzfristig geworden. 40 Prozent trauen sich eine persönliche Finanzplanung nur auf weniger als fünf Jahre im Voraus machen. Die Zeiten sind offenbar vorbei, in denen sich der persönliche Finanzhorizont auf 10 und mehr Jahre erstreckte.

 

 





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Ihre Ansprechperson

Prof. Dr. Werner Beutelmeyer
Institutsvorstand und Geschäftsführer