Die österreichische Parteienlandschaft: Wenig Bewegung im Herbst

Österreich braucht Strukturreformen. Das war ein recht einhelliges Ergebnis einer market-Umfrage, die im Juni dieses Jahres durchgeführt wurde. Konkret haben 78 Prozent die Meinung vertreten, dass größere Reformen nötig sind, um Österreich zukunftsfit zu machen (Vgl. MA 779; 800 Befragte, Bevölkerung repräsentativ, Juni 2016). Gleichzeitig werden die politischen Parteien als äußerst wenig problemlösungsorientiert eingestuft. Folglich ist auch die wahrgenommene Problemlösungskompetenz der Koalitionspartner recht bescheiden (Vgl. Standard, S. 6 vom 31. März 2014). Wie präsentiert sich vor diesem Hintergrund die Performance der politischen Parteien, wenn nächsten Sonntag Nationalratswahlen wären. Im Langzeitvergleich finden sich durchaus spannende Antwortmuster. Die Werte der Regierungsparteien lagen bisher eher eng umschlungen zwischen 20 und 24 Prozent im politischen Gleichgewicht. Seit dem Wechsel im Kanzleramt gelingt es der SPÖ sich prozentuell etwas deutlicher vor die ÖVP zu platzieren. Immerhin: Kern wirkt. Recht unbeeindruckt ist die Performance der FPÖ. Der neue SPÖ-Kanzler nimmt der FPÖ kaum Akzeptanz. Stabil befindet sich die FPÖ weit vor den Regierungsparteien in der Gunst der Wähler. Grün schwächelt derzeit etwas, aber die Abweichung vom langjährigen Umfrageschnitt ist nicht dramatisch. Die Neos waren zwar 2014 viel besser, halten sich aber derzeit beachtlich stabil und würden einen sicheren Einzug in den Nationalrat schaffen. Das Team Stronach existiert nur mehr unterhalb der sogenannten statistischen Schwankungsbreite und hat derzeit keine Chance mehr auf einen Wiedereinzug ins Hohe Haus.

 





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