Aufschwung abgebrochen

Optimismuspegel sinkt und bremst Wirtschaft kräftig

 

Der sinkende Optimismus in der österreichischen Bevölkerung zieht die Wirtschaft kräftig nach unten. Aktuell sind nur mehr 31 Prozent zukunftsoptimistisch für die nächsten 12 Monate. Dem gegenüber stehen 36 Prozent Pessimisten. Der Anteil der Indifferenten ist ebenfalls recht hoch mit 33 Prozent. Folglich sehen derzeit 69 Prozent der Bevölkerung der nahen Zukunft mit Sorge und Unsicherheit entgegen. Stimmung und Konsumausgaben und damit Konjunktur sind untrennbar verbunden, das bestätigt die nachfolgende Korrelationsgraphik.

 

 

Der Glaube an eine Wiederkehr zur wirtschaftlichen Normalität ist im August zunehmend verblasst. Die Konsequenz: Die ÖsterreicherInnen bremsen bei den Konsumausgaben deutlich und die teilweise „Nach-Corona-Partystimmung“ weicht einer tiefen Betroffenheit. Die Wirtschaftsschwungmasse wird sich im Herbst weiter verlangsamen.

 

 

Der ausgeprägte Zukunftspessimismus im jüngsten Alterssegment der unter 30jährigen gibt ebenfalls Anlass zur Sorge. Waren die Jungen über Jahrzehnte die Träger des gesellschaftlichen Zukunfts-Optimismus, so findet sich derzeit in diesem Alterssegment der mit Abstand niedrigste Optimismus-Pegel mit nur 23 Prozent und der höchste Unsicherheitswert (indifferente Haltung) mit 42 Prozent. Der Politik ist geraten, vor diesem Hintergrund ein „Corona-Rettungspaket“ für die Jugend zu erarbeiten, schließlich hat die Jugend erhebliche Zweifel, ob sie in eine chancenreiche Zukunft geht.





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Ihre Ansprechperson

Prof. Dr. Werner Beutelmeyer
Institutsvorstand und Geschäftsführer