Abschalten in Zeiten der Taschenmonster

Wie stark dominieren Internet und soziale Medien Urlaub und Alltag?

 

Nur ein Viertel der Österreicher ist auf keiner einzigen Social-Media-Plattform aktiv, ebenso wenige gehen im Urlaub bewusst „Offline“ und verzichten auf Computer und Handy. Der „Pokémon GO“ – Hype bringt mehr Gegner als Befürworter hervor. Eine für das Wirtschaftsmagazin Trend durchgeführte Umfrage zeigt klar auf: Der Pokémon GO-Hype hat längst schon auch Österreich erreicht.

 

Es scheint, als wäre bereits jeder davon infiziert. Jugendliche – aber auch Erwachsene – laufen durch die Gegend, den Blick stets auf den Handybildschirm gerichtet in der Hoffnung, dass ein Pokémon erscheint. Auch via Facebook und andere Social-Media-Plattformen werden Treffen und Wanderungen organisiert, um die kleinen Monster einzufangen. Stolze 94 Prozent der internetaffinen Österreicher kennen das derzeit omnipräsente Nintendo-Spiel „Pokémon GO. Bei der Nutzung sind die Befragten etwas zurückhaltender: nur 12 Prozent geben an, zumindest ab und zu zu spielen. Bei den 15-29 Jährigen spielt zumindest ein Viertel Pokémon GO.

 

 

Das große Staunen der meisten Beobachter schlägt jedoch zusehends in Unmut um: 38 Prozent der Kenner halten das Spiel für unnötig und sind einfach nur genervt davon, 45 Prozent haben keine Meinung dazu. Vor allem die älteren Befragten lässt das Trend-Spiel eher kalt.

 

 

Pokémon GO könnte auch so manchen Vorsatz für den Urlaub oder den Sommer, sich weniger mit Computer, Handy & Co zu beschäftigen, persönliche Kontakte mehr zu pflegen und mal das „Nicht-immer-erreichbar-Sein“ zu genießen, ins Wanken bringen. Bewusst vom Handy trennen sich in der Urlaubszeit 23 Prozent, auf den Computer, Laptop oder das iPad wollen sogar knapp 60 Prozent verzichten. Für ein Drittel kommt jedoch der bewusste Verzicht auf diese elektronischen Unterhaltungsgeräte im Urlaub nicht in Frage. Interessant ist, dass gerade die ältere Generation ab 50 Jahren nicht aufs Handy verzichten will, nur 15 Prozent möchten sich im Urlaub bewusst von diesem trennen. Möglicherweise geht es hier um das Erreichbar-Sein, falls man benötigt wird oder etwas passiert ist.

 

 

Dokumentation der Umfrage MA782: n=412 Online Interviews unter der österreichischen Bevölkerung ab 15 Jahren Erhebungszeitraum: 22. bis 23. Juli 2016, maximale statistische Schwankungsbreite bei n=412 +/- 4,93 Prozent





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Prok. Birgit Starmayr
Institutsvorstand von market