Privates Spendenvolumen sinkt heuer erstmals seit 2011

Während das Spendenvolumen von Privathaushalten in den letzten Jahren stetig gestiegen ist, messen wir 2017 einen leichten Rückgang. Doch nicht nur der Spendenbetrag, den die Österreicherinnen und Österreicher für den guten Zweck abgeben ist im abgelaufenen Jahr erstmals wieder leicht gesunken, auch der Anteil in der Bevölkerung, der grundsätzlich spendet ist heuer leicht zurückgegangen, befindet sich aber im Trendvergleich auf hohem Niveau. Besonders häufig wurde 2017 wieder für Kinder und Tiere gespendet.

 

Nach den Rückgängen in den Jahren 2007 bis 2010, nahm die Spendenbereitschaft der Österreicher und Österreicherinnen seit 2011 stetig zu. Allerdings wurde 2017 nach langem wieder ein leichter Rückgang gegenüber 2016 gemessen, dennoch ist der Anteil an Spendern und Spenderinnen weiter hoch. Insgesamt geben 2017 84 Prozent der Bevölkerung an innerhalb des vergangenen Jahres gespendet zu haben. Davon zählen 29 Prozent zu den regelmäßigen Spendern/innen und 55 Prozent zu jenen, die anlassbezogen Spenden.

 

 

Die Spendenbereitschaft und dabei konkret die Bereitschaft regelmäßig zu spenden, korreliert mit dem Alter. Je älter eine Person ist, desto häufiger spendet sie regelmäßig. Durchschnittlich spenden die Österreicher 2017 4 Mal im Jahr und dabei im Durchschnitt gut 33 Euro pro Spende. Rechnet man nun diese Zahlen hoch, so können wir von einem Spendenvolumen von rund 430 Mio. Euro Privatspendengelder ausgehen, die 2017 von der Bevölkerung großzügig an Bedürftige, gereicht wurden.

 

 

Es wird aber nicht nur Geld, sondern auch Sachwerte, wie Altkleider und Handys gespendet, aber auch diese wurden 2017 tendenziell weniger häufig gespendet wie 2016. Zeit hingegen und Blut werden in etwa konstant gespendet.

 

 

Die Spendenbereitschaft für eine Organisation hängt Großteils vom Image und der Bekanntheit der Hilfsorganisation in der österreichischen Bevölkerung ab. Fünf Organisationen sind in Österreich besonders angesehen: Rotes Kreuz, Freiwillige Feuerwehr, Aktion Licht ins Dunkel, Caritas und SOS Kinderdorf. Diese Organisationen aber auch die Ärzte ohne Grenzen und das St. Anna Kinderspital werden nach Angaben der Befragten am häufigsten mit einer Spende bedacht.

 

Besonders beliebte Spendenziele bleiben die Kinder: Auch 2017 wurde am häufigsten für Kinder gespendet. Es folgen Tiere, Katastrophenhilfe im Inland, sozial Benachteiligte und Personen mit Behinderungen. Aber auch für Obdachlose, Natur- und Umweltschutz, Asylwerber und Flüchtlinge wurde gespendet.

 

 

 

 

 

Die market Spendenstudie wird regelmäßig jeweils am Ende des Jahres durchgeführt und besteht aus zwei Modulen: 

 

  • Modul I: Allgemeines Spendenverhalten und
  • Modul II: Bekanntheit und Image von Spendenorganisationen.

 

 


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Stichprobe

n=1006 repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 15 Jahren

Methodik

Persönliche face-to-face und online CAWI- Interviews durch geschulte Interviewer des Institutes

Erhebungszeitraum

11. bis 29. Dezember 2017

Datenlieferung

max. eine Woche nach Erhalt der Bestellung

Preis

pro Modul € 1.800,-- (exkl. 20% MwSt.)

Bei Interesse an unserer Studie oder bei diversen Fragen stehen wir gerne und jederzeit zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Ihre Ansprechperson

Mag. Vasiliki Karagiannidis
Senior-Researcher