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| 22/Jan/10 Österreicher werden selbstkritischer – in puncto Aussehen Schönheit ist Lebenskult. Schönheit ist Lebenskult. Vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Bevölkerung mutet der Trend des „Forever young – Feeling“ fast paradox an, aber wir Österreicher werden offensichtlich immer selbstkritischer – was den eigenen Körper, das eigene Äußere betrifft. Gesundheit in seiner ganzheitlichen Thematik bedeutet immer mehr, sich auch gesund im Sinne von schön oder attraktiv zu fühlen. Und es sind nicht mehr nur die Frauen, die sich verändern wollen, auch die Männer ziehen nach! market ging der Frage nach, wie kritisch der Österreicher sein Äußeres sieht und ob wir bereit wären, auch in Zukunft etwas ändern zu wollen! db 1999 lächelten noch 32 Prozent der Österreicher ihr Spiegelbild sehr zufrieden an. Das hat sich inzwischen dramatisch geändert: Nur mehr 6 Prozent sind mit ihrem Aussehen „sehr zufrieden“. Dabei sind die Österreicher nicht hässlicher geworden, aber offensichtlich selbstkritischer: Der Anteil der mit ihrem Aussehen eher weniger Zufriedenen stieg in den letzten 10 Jahren beinahe um das Dreifache an – nicht nur die Frauen sind kritischer geworden, auch die Männer taxieren ihr Aussehen weniger wohlwollend als noch vor 10 Jahren. Und es zeigt sich, dass die Zufriedenheit mit steigendem Alter korreliert – dennoch sind auch die Älteren vom allgemeinen Sinken des Zufriedenheitsniveaus betroffen.
market fragte die Österreicher auch, wo sie mit einer etwaigen Body-Korrektur ansetzen würden. Die Antworten der Österreicherinnen und Österreicher lassen an die Karikaturen Manfred Deix`s denken: Zu dicker Bauch, schütteres, glanzloses Haar, dicke Oberschenkel und Cellulitis machen am meisten zu schaffen, besonders laut werden die Veränderungswünsche von den weniger und Nicht-Zufriedenen artikuliert – Bauch und Oberschenkel sind da die Topthemen. Naturgemäß bedrücken einige Schwachpunkte wie wabbelnde Oberschenkel oder Probleme mit der Brust eher die Frauen, doch das Wohlstandsbäuchlein hätten auch die Männer gerne weg. Mit zunehmendem Alter wird der Blick auf die einzelnen Regionen des Körpers gelassener, 43 Prozent der Best Ager ab 50 würden nichts an sich verändern. Bei den Unter-30-Jährigen finden sich allerdings nur 16 Prozent, die nichts an ihrem Erscheinungsbild ändern würden!
Was tun die Österreicher für die Schönheit bzw. was würden sie unter Umständen machen? Unisono wird „viel trinken“, „gesunde Ernährung“, „auf das Gewicht achten“ und „viel schlafen“ als notwendig für die Schönheitspflege empfunden, wenngleich noch nicht allgemein praktiziert. Die Frauen nennen zusätzlich die Verwendung von Gesichtscreme, die Enthaarung an Achseln, Beinen und in der Intimzone sowie die Fußpflege als Maßnahmen, die sie bereits ergreifen. Führend unter den guten Vorsätzen („Würde ich unter Umständen tun“) sind bei Männern und Frauen „regelmäßiges Training der Problemzonen“ und „spezielle Massagen zur Hautstraffung“. Gute Botschaft für die Kosmetikindustrie: Nicht nur drei von vier Frauen, sondern auch jeder vierte Mann verwendet bereits Gesichtscreme – und weitere 23 Prozent der Männer würden diese unter Umständen verwenden. Auch Schönheitsmasken aufzulegen können sich immerhin 18 Prozent der Männer vorstellen, 4 Prozent tun es bereits!
Fazit: Die Zufriedenheit mit dem eigenen Äußeren hat in den letzten 10 Jahren bei den Österreichern und Österreicherinnen abgenommen – man sieht sich kritischer, kaum jemand ist mit sich noch „sehr zufrieden“ und auch die Männer lassen sich inzwischen von Schönheitsidealen anstecken. Der stärkste Kritikpunkt ist der Bauch – vor allem die Jüngeren würden gerne auf einen Waschbrettbauch herunterblicken. Maßnahmen zur Erhaltung und Wiedergewinnung der Schönheit treffen zwar noch immer hauptsächlich die Frauen – die Männer ziehen hier aber – zumindest was die Vorsätze betrifft – nach. Mag. Dagmar Beutelmeyer |






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