WOHNEN 2017 - Investitionen in Höhe von 15 Milliarden Euro geplant

Österreicher investieren heuer 15 Milliarden Euro in Wohnbehaglichkeit

 

Wohnzufriedenheit definiert Lebensqualität maßgeblich! Insofern erstaunt es auch nicht, dass die ÖsterreicherInnen planen, 2017 wirklich viel Geld in Wohnen zu investieren, denn Wohnen stellt keine beliebige Tätigkeit dar – nein: Wohnen ist das menschliche Bedürfnis nach Geborgenheit und Zufriedenheit in den eigenen vier Wänden. Wie die aktuelle market- Umfrage zeigt, ist im Jahr 2017 ein Investitionsvolumen im Bereich Wohnen von zumindest 15 Milliarden Euro geplant! Doch in welche Wohn-Bereiche wollen die ÖsterreicherInnen investieren und welche persönlichen „Wohn-Träume“ sollen durch die geplanten Investitionen erfüllt werden? Diesen und vielen weiteren Fragen ging market in der groß angelegten „Wohnstudie 2017“ nach.

 

 

Eine zentrale Fragestellung dieser Studie ist sicherlich darin zu sehen, wie viel Geld die Österreicher und Österreicherinnen bereit sind, 2017 in ihre persönliche Wohnsituation zu investieren bzw. in welchen Wohn-Bereichen Investitionen geplant sind. Zufolge der „Wohnstudie 2017“ werden im Jahr 2017 Investitionen in der Höhe von zumindest Euro 15 Mrd. im privaten Wohnbereich geplant. Die Investitionsvorhaben sind dabei weitreichend gestreut. An oberster Stelle stehen jedoch Investitionen in Küche & Essbereich (40%), in Bad & sanitäre Anlagen (39%) sowie in Betten & Schlafbereich (35%). In Fenster & Türen sowie Kinder- & Gästezimmer planen je 19% der Befragten zu investieren - in Elektrik, Haustechnik bzw. Alarmanlagen sowie Fernseher etc. je 14%. Investitionen in Kachel- und Kaminöfen, Wintergärten und Swimmingpools werden von 4% bis 6% der wohn- und einrichtungsaktiven Bevölkerung geplant. Gemeinsam mit Investitionen in ein Raumluftkonzept (4%) schließen die genannten Investitionen das Feld der abgefragten Investitionsbereiche.

 

 

Hinsichtlich der Frage nach der Wohnzufriedenheit ist festzuhalten, dass lediglich rund ein Viertel (26%) der einrichtungsaktiven ÖsterreicherInnen von der persönlichen derzeitigen Wohnsituation begeistert ist, während 30% der Befragten ihre Wohnsituation nur teils-teils zufriedenstellend bis nicht zufriedenstellend - und somit deutlich verbesserungsbedürftig - empfinden. Die verbleibenden 44% der Probanden würden Ihre Wohnsituation als zufriedenstellend beschreiben. Interessant erscheint, dass die Wohnzufriedenheit mit zunehmendem Alter ansteigt. So gaben 29% der Befragten in der Alterskategorie 50+ an, mit ihrer persönlichen Wohnsituation sehr zufrieden zu sein, während dieser Prozentsatz unter den 15- bis 29-jährigen bei deutlich geringeren 19% liegt. Das Verhältnis der Geschlechter ist hinsichtlich der Beschreibung der eigenen Wohnzufriedenheit hingegen als ausgeglichen zu bezeichnen; das bedeutet, dass einschätzungsmäßig nur unerhebliche geschlechtsspezifische Unterschiede existieren.

 

 

Die Frage, welche „Wohn-Träume“ es sind, die sich die einrichtungsaktiven ÖsterreicherInnen durch hohe Investitionen erfüllen wollen, stellt eine weitere zentrale Fragestellung der Studie dar. So sei gleich zu Beginn festgehalten, dass das Wohlfühlen in den eigenen vier Wänden bzw. wohlfühlorientiertes Wohnen „der“ Wohntraum der ÖsterreicherInnen schlechthin ist. So gaben 50% der Befragten an, dass wohlfühlorientiertes, auf Behaglichkeit & Gemütlichkeit ausgerichtetes Wohnen ein Faktor ist, den sie sehr stark mit ihrem persönlichen Wohntraum verbinden. Interessant erscheint dabei, dass vor allem Wohnzufriedene den Faktor Wohlfühlen überdurchschnittlich stark mit dem persönlichen Wohntraum verbinden – deutlich stärker als weniger Wohnzufriedene. So gaben 65 Prozent der Wohnzufriedenen an, dass wohlfühlorientiertes Wohnen für sie einen sehr hohen Stellenwert hat, während deutlich geringere 45% Prozent der weniger Wohnzufriedenen dem Faktor Wohlfühlen hohe Bedeutung beimessen.

 

So kann man an dem Faktor Wohlfühlen den Unterschied zwischen Wohnzufriedenheit oder Wohnunzufriedenheit sichtbar machen. Beachtung des Wohlfühl-Faktors in den eigenen vier Wänden schafft Wohnzufriedenheit – Nichtbeachtung hingegen Wohnunzufriedenheit. Wie soeben am Beispiel des wohlfühlorientierten Wohnens beschrieben, gibt es drei weitere Faktoren, anhand derer deutliche kognitive Dissonanzen - bei jenen, die eine signifikant geringere Wohnzufriedenheit aufweisen - erkennbar werden. Es handelt sich dabei um die Faktoren Raumgröße und -aufteilung (Raumorientierung), Materialqualität beim Wohnen und um Wertstabilität (durch Schaffung bleibender Immobilienwerte). Es ist feststellbar, dass dem Faktor Raumorientierung seitens der Wohnzufriedenen (37%) deutlich höherer Stellenwert beigemessen wird, als seitens der weniger Wohnzufriedenen (25%). Auch der Traum nach qualitätsvollem Wohnen (19%), bei dem auf hohe Materialqualität gesetzt wird, wird unter der wohnzufriedenen Bevölkerung Österreichs verstärkt genannt. So gaben 27% der Wohnzufriedenen an, dass hohe Materialqualität und somit qualitätsvolles Wohnen zu ihren Wohn-Träumen gehört, während dieser Faktor von vergleichsweise geringen 16% der weniger Wohnzufriedenen angeführt wird.

 

Letztlich möchten die ÖsterreicherInnen durch die angesprochenen geplanten Investitionen auch bleibende Werte schaffen! Wertorientiertes Wohnen ist für 16% der einrichtungsaktiven ÖsterreicherInnen bzw. für 24% der Wohnzufriedenen ein Wohn-Faktor mit hohem Stellenwert, der wiederum unter den weniger Wohnzufriedenen (13%) eine deutliche kognitive Spannung erzeugt (Differenz: 11%).

 

Wohlfühlorientiertes Wohnen ist „der“ Wohntraum der ÖsterreicherInnen! Man möchte es sich behaglich machen in den eigenen vier Wänden – sich einfach wohlfühlen. Geplante Investitionen von zumindest 15 Milliarden Euro in verschiedene Wohnbereiche – verstärkt in die Bereiche Küche, Bad & Bett – sollen dieses persönliche Wohlfühlen beim Wohnen generieren bzw. heben und damit Wohnzufriedenheit schaffen. Denn Wohnzufriedenheit bringt Lebensqualität!

 

 

Informationsfolder Wohnstudie 2017:

www.market.at/fileadmin/user_upload/Folder_Wohnstudie_2017_Allgemeiner_Teil_08.02.2017.pdf




Bei Interesse an unserer Studie oder bei diversen Fragen stehen wir gerne und jederzeit zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Ihre Ansprechperson

Mag. Julia Gibus
Senior-Researcher