WAHLKAMPF: Spenden statt Steuern

Die Österreicher befürworten mehrheitlich eine stärkere Wahlkampffinanzierung durch Private, wie sie derzeit ÖVP oder Neos forcieren. Die Bereitschaft, selbst zu spenden, ist aber gering, das ergibt eine Market-Umfrage für das Wirtschaftsmagazin Trend.

 

Im aktuellen Wahlkampf schlägt das Spendenmodell der Liste Sebastian Kurz / Neue ÖVP hohe Wellen. Generell befürworten die Österreicher allerdings eine stärkere Finanzierung von politischen Parteien durch Private. Immerhin zwei Drittel der Österreicher, jüngere Segmente stärker als ältere, sehen eine Finanzierung von politischen Parteien weg vom Steuerzahler hin zu privaten Spenden absolut positiv. Entsprechend wird die Botschaft, dass politische Parteien den aktuellen Wahlkampf für die Nationalratswahl im Herbst verstärkt über Klein- und Großspenden finanzieren wollen, sehr positiv aufgenommen, 86% Zustimmung steht 14% Ablehnung gegenüber.

 

 

Wenn gespendet wird, muss oder soll die Spende auch offen gelegt werden bzw. transparent sein, der dahinterstehende Spender sollte nur für 25% anonym bleiben, zwei Drittel sind klar der Meinung, dass man wissen sollte, wer hinter den einzelnen Spenden steht. 

 

Die eigene Bereitschaft, für einen der im Oktober zur Wahl stehenden Gruppierungen zu spenden, ist dagegen sehr wenig ausgeprägt. 60% würden keine der Parteien mit einem Betrag von 10 Euro und mehr unterstützen. Am deutlichsten Anklang findet die Liste Kurz/Neue ÖVP, für die 14 Prozent diese Summe oder mehr locker machen würden, gefolgt von der SPÖ und der FPÖ. In Relation zu den aktuellen Umfragedaten scheint die Spendenbereitschaft für die kleineren Parteien etwas höher zu sein. Für die Liste Pilz liegt die Spendenbereitschaft bei 5%, bei Grünen und Neos bei 6 Prozent.


Dokumentation der Umfrage MA807:

n=505 Online Befragung repräsentativ für die Österreichische Bevölkerung ab 15 Jahren

Erhebungszeitraum: 20. bis 21. Juli 2017, maximale statistische Schwankungsbreite n=505 +/- 4,00 Prozent

 




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Ihre Ansprechperson

Prok. Birgit Starmayr
Institutsvorstand von market