Status Quo Regierungsverhandlungen

Politik mit „Neuem Stil“?

 

Die Hälfte der Österreicher hat bisher noch nichts von dem von Sebastian Kurz prolongierten „NEUEN STIL“ in der Politik bemerkt, insbesondere was die Öffnung der „alten ÖVP“ betrifft. Gelobt wird hingegen der faire Umgang der möglichen Partner ÖVP und FPÖ miteinander. Das zeigt eine aktuelle Umfrage für das Wirtschaftsmagazin Trend.

 

Harmonie-PR wirkt. Bei jeder Gelegenheit betonen die Verhandlungsführer Sebastian Kurz und HC Strache das gute Klima in ihren Gesprächen zur Bildung einer neuen Regierung, und allem Anschein nach hinterlässt diese Lobhudelei ihre Spuren. Ein Drittel der Österreicher, hier speziell die etwas älteren Segmente, sehen den Verlauf der bisherigen Verhandlungen in einem deutlich positiven Licht. Bei einem Viertel hinterlassen diese hingegen einen negativen Eindruck.

 

 

45 Prozent finden in der Folge, dass bisher bekannte Zwischenergebnisse wie eine Reduzierung der Sozialversicherungsträger oder die verschärfte Migrations- und Sicherheitspolitik in die richtige Richtung gehen. Rund ein Drittel misst sich aufgrund der bisher bekannten Informationen noch kein Urteil über den Fortgang der Gespräche an. Jene, die die bisherigen Verhandlungen grundsätzlich positiv wahrnehmen, sehen damit auch deutlich stärker „die richtige Richtung“ in den Verhandlungen bestätigt.

 

 

Das Umsetzen eines wirklich „neuen politischen Stils“ ist jedoch erst für ein Drittel der Österreicher erkennbar. In Summe gibt jeder Zweite andererseits an, dass von einem neuen Stil bisher nichts zu merken sei. Diese Einschätzung korreliert verständlicherweise sehr klar mit der Wahrnehmung des grundsätzlichen Verlaufs der Koalitionsverhandlungen.

 

Personen, die einen neuen Stil erkennen, loben dabei den „fairen Umgang“ der Türkisen und Blauen miteinander, das sind immerhin 70 Prozent. Entschieden zurückhaltender wird hingegen die bisherige Umsetzung der Ansage bewertet, man werde die „Neue ÖVP“ für Quereinsteigern öffnen und alte Besitzstände – etwa den Einfluss von Landeshauptleuten oder Sozialpartnern - infrage stellen. Nur ein Viertel meint, dass dies auch schon gelungen ist.

 

 

 


Dokumentation der Umfrage MA815:

n=409 Online Befragung repräsentativ für die Österreichische Bevölkerung ab 15 Jahren

Erhebungszeitraum: 15. bis 16. November 2017, maximale statistische Schwankungsbreite n=409 +/- 4,94 Prozent 

 




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Ihre Ansprechperson

Prok. Birgit Starmayr
Institutsvorstand von market