Kurz führt - Kern holt leicht auf

Fünf Wochen vor der Wahl hat market im Auftrag der Tageszeitung DER STANDARD die aktuelle politische Lage ermittelt. Die Kurz-ÖVP hält weiterhin ihren vor dem Sommer errungenen ersten Platz in der Umfrage. Aber Kanzler Kern und seine SPÖ legen wieder zu. All das zulasten der Kleinparteien.

 

Es gibt auch Dinge, die Sebastian Kurz nicht so gut zugetraut werden. Oppositionschef zu werden, beispielsweise. Das trauen 40 Prozent dem SPÖ-Vorsitzenden Kern zu, der das selber im ORF-Sommergespräch in den Raum gestellt hatte.

 

Ansonsten führt Kurz in vielen wichtigen Punkten: Ihm wird eher als dem Amtsinhaber zugetraut, die Wahl zu gewinnen, ein guter Kanzler zu sein und sich in Verhandlungen durchzusetzen. Außerdem wird Kurz eher als Kern bescheinigt, internationales Ansehen zu genießen.

 

 

 

All das scheint für einen sicheren Wahlsieg der Liste kurz zu sprechen – in Wahrheit zeigt es aber nur einen Teil des Meinungsspektrums der Wähler.

 

Auf die Kanzler-Direktwahl-Frage zeigt sich, dass Kern die Delle in seinem Popularitätstief überwunden hat: In einer Direktwahl käme er auf 31 Prozent (zwei Prozentpunkte mehr als im August) – da ist statistisch gesehen kein eindeutiger Rückstand hinter Kurz (32 Prozent in der Direktwahl) zu erkennen. Klar ist, dass alle beide deutlich vor dem FPÖ-Chef Strache liegen, den nur 18 Prozent als Kanzler wollen.

 

Und was, wenn jetzt schon gewählt werden würde? Da läge die ÖVP mit 33 Prozent klar vor der SPÖ mit 26, der FPÖ mit 24, Neos und Liste Pilz jeweils mit fünf Prozent, sowie den Grünen, die mit vier Prozent abstiegsgefährdet sind.

 

 

 




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Prof. Dr. Werner Beutelmeyer
Institutsvorstand und Geschäftsführer