Eye tracking

Unsere Augmuskeln sind die schnellsten im ganzen Körper und reagieren auf bestimmte Reize – oft nur unbewusst – im Bruchteil einer Sekunde. Gleichzeitig wird innerhalb dieser kurzen Zeit aber entschieden, wie ein Reiz bzw. ein konkretes Produkt wahrgenommen wird. Mittels einer modernen Technik, der so genannten „Okulographie“, können diese unbewussten Reaktionen, die bei gewissen Entscheidungssituationen (bspw. vor einem Supermarktregal) entstehen, aufgezeichnet werden. Mittels einer Kamera, die bspw. an einem Helm oder einer Brille angebracht und auf die Pupillen des Probanden ausgerichtet ist, werden sämtliche Bewegungen des Augapfels festgehalten und auf einen Computer übertragen. Gleichzeitig werden die einzelnen Augpositionen aber auch an eine zweite Kamera transferiert, die wiederum das Gesehene einfängt. Man kann somit alles exakt mitverfolgen, was die Augen der Versuchsperson – bewusst oder unbewusst – gerade betrachten. Verwendungsmöglichkeiten im Rahmen der Marktforschung ergeben sich viele und umfassen verschiedenste Bereiche des Marketings. So können sowohl bei einem Plakat- als auch bei einem Anzeigentest jene Elemente eines Sujets eruiert werden, die den Blick in erster Line auf sich ziehen. Im Rahmen eines Regaltests wird hingegen die für die Kauffrequenz ideale Position eines Produkts im Supermarktregal analysiert, und auch bei der Produkt- oder Verpackungsgestaltung können mithilfe der Okulographie entscheidende Inputs zum Design gewonnen werden. Im Online-Segment kann bspw. auch die Gestaltung einer Homepage näher unter die Lupe genommen.