Fetter Osterschinken findet heuer vielleicht weniger Abnehmer. Denn angesichts der Wirtschaftskrise machen sich Herr und Frau Österreicher allmählich Sorgen und schauen daher mehr auf ihre Gesundheit. Die aktuelle market-Studie gibt einen Einblick, welche Themen und Probleme in den Köpfen der Österreicherinnen und Österreicher besonders präsent sind.
Dass es gleich nach Ostern mit der Wirtschaft wieder aufwärts geht, glauben nur 12 Prozent unerschütterliche Optimisten unter den Österreichern. Die meisten (56 Prozent) ziehen die Köpfe ein und hoffen, dass die Zukunft zumindest nicht mehr schlechter wird. Eine weitere Abwärtsentwicklung sieht ein Drittel voraus – vor allem in jenen Regionen, die bereits von drohender Arbeitslosigkeit bzw. Kurzarbeit betroffen sind. Im Süden Österreichs stellen sich schon zwei Fünftel auf eine weitere Abwärtsbewegung ein.
.jpg&width=&height=&quality=60&proportion=)
Die materielle Absicherung, insbesondere die Frage, wie sich die Wirtschaft in Österreich weiterentwickeln wird (81 Prozent), und damit, ob man monatlich mit dem Geld auskommen wird (74 Prozent), beschäftigt den Großteil der ÖsterreicherInnen. Mit dem Bröckeln des Optimismus bereitet auch die Frage nach der Zukunft der Kinder und der Sicherheit der staatlichen Pensionen drei Viertel der ÖsterreicherInnen Kopfzerbrechen. Nicht alle Österreicher beschäftigen sich mit den Themen in gleichem Maße. In puncto Wirtschaftsentwicklung zeigen sich die jungen Österreicher zwar noch deutlich unbeschwerter als ihre älteren Mitmenschen – allerdings machen sie sich spürbar mehr Sorgen darüber, wie sie mit dem Geld monatlich auskommen.
Wenn man die Entwicklung der Wirtschaft schon nicht beeinflussen kann, so will man sich wenigstens um die eigene Gesundheit kümmern: 85 Prozent, auch die Jüngeren, machen sich Gedanken darüber, was man für die eigene Gesundheit tun kann. Mit der Haltung „Hauptsache gesund“ wappnen sich Herr und Frau Österreicher vor rauen Zukunftswinden. Dem Einfluss der Politik steht man mit hoffnungsvoller Skepsis gegenüber: Drei Viertel machen sich Gedanken darüber, ob die österreichische Bundesregierung die Wirtschaftskrise in den Griff bekommen kann, 70 Prozent fragen sich, ob die EU hier wirksam gegensteuern kann.
.jpg&width=&height=&quality=60&proportion=)
Gleich hinter den drängendsten Wirtschaftsbesorgnissen rangiert die Sorge um die Sicherheit: 68 Prozent machen sich Gedanken darüber, wie die Kriminalität eingedämmt werden kann. Dass die Konzentration der Österreicher trotz aller Sorgen nicht nur um den eigenen Bauchnabel kreist, beweist, dass 65 Prozent auch darüber nachdenken, ob die Umweltverschmutzung aufgehalten werden kann.
_1.jpg&width=&height=&quality=60&proportion=)
Noch weit weg – zumindest für viele Jüngere - ist die Frage, wie man im Alter leben wird: Ob das Pensionsalter erhöht wird und ob man das Alter in einem Altersheim verbringen wird. Gedanken über den kommenden Urlaub macht sich vorwiegend der männliche und jüngere Teil der Bevölkerung.
NEWS_0909_Sorgen_der_Österreicher [60 kB]