Das Leben im hohen Alter beschäftigt Österreichs Best-Ager (österreichische Bevölkerung zwischen 50 und 70 Jahren) – und erfreulicherweise blickt man auch auf diesen Lebensabschnitt mit einer gehörigen Portion Optimismus. Erwartet werden Gesundheit und Selbstbestimmung bis ins hohe Alter. Dabei setzt man auf e-health als Freund und Helfer, der vieles erleichtern kann. Dies zeigt eine aktuelle Studie von market im Auftrag von Telekom Austria.
Das Leben im hohen Alter ist fester Bestandteil der Gedankenwelt der österreichischen Best-Ager zwischen 50 und 70 Jahren. Dabei zeigen sich Österreichs Best-Ager optimistisch: Knapp 60 Prozent sehen diesem Lebensabschnitt mit Optimismus entgegen, besonders die Männer strahlen Zuversicht aus.

Erwartet wird vor allem eine bestmögliche Gesundheit: 96 Prozent der Befragten ist dieser Aspekt sehr wichtig, direkt dahinter folgt der Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben im Alter und das Bedürfnis, niemandem zur Last zu fallen. Besonders ausgeprägt ist auch der Wunsch, im Alter möglichst lange zuhause bleiben zu können. Dementsprechend würden 95 Prozent der Befragten auf technische Hilfsmittel zurückgreifen wollen, um länger in den eigenen vier Wänden bleiben zu können.

Selbstbestimmung im Alter ist das neue Paradigma, dazu ist man gerne bereit, für den Verbleib im gewohnten Umfeld auf technische Hilfsmittel in den eigenen vier Wänden zurückzugreifen. Und: Der Einsatz der Technik steht dabei höher im Kurs als die Betreuung durch eine Pflegefachkraft!
Die große Bereitschaft zum Einsatz technischer Hilfsmittel spiegelt sich auch in der Attraktivität ausgewählter Tools wider: Besonderes Interesse bei den technischen Anwendungen weckt die Möglichkeit, per Knopfdruck den Hausarzt bzw. den Notruf kontaktieren zu können. Auf Platz zwei reiht sich die Rund-um-die-Uhr Verbindung zu den pflegenden Angehörigen ein, dahinter folgen die Peripheriegeräte. Und auch der Kommunikation zu den Angehörigen stehen neue Wege offen – warum nicht mit den Enkelkindern von Angesicht zu Angesicht über den Fernseher plaudern, bereits heute kann sich mehr als die Hälfte der Personen zwischen 50 und 70 Jahren gut vorstellen, die sozialen Kontakte auf diesem Weg zu pflegen! Einzig beim Wegfall von Kontrollbesuchen beim Arzt ist man derzeit noch mehrheitlich vorsichtig – zwar empfinden dies immerhin 46 Prozent als interessant, eine Mehrheit hat daran aber derzeit weniger Interesse.

Als äußerst sinnvoll wird auch der Nutzen eines besseren Datenmanagements in der Medizin erkannt – besonders geschätzt wird dabei die Möglichkeit der Hausärzte, auf Krankenhausbefunde zugreifen zu können bzw. die Möglichkeit der Fachärzte, Hausarztbefunde zu nutzen. Durchwegs sehen die österreichischen Best Ager in einer Verbesserung der Vernetzung eine Vereinfachung für die Patienten – weniger Untersuchungen durch Vermeidung von Doppel-Untersuchungen, höhere Sicherheit bei der Verschreibung von Medikamenten und verbesserte Information über Krankheitsbild und -verlauf.

Wenn man in die Zukunft blickt, so erwarten die Österreicherinnen und Österreicher zwischen 50 und 70 Jahren auch, dass moderne Technologien im Sinne der Patienten eingesetzt werden. Vermehrte Transparenz, was die eigene Krankengeschichte anlangt, steht sehr hoch im Kurs, und man sieht für die e-Card weitere Einsatzfelder: Die e-Card soll den altgedienten Impfpass ablösen, auch eine Verwendung als elektronisches Rezept können sich zwei Drittel der Bevölkerung zwischen 50 und 70 Jahren gut vorstellen.
Den Informationstechnologien gehört die Zukunft, wenn man über das Leben im Alter nachdenkt: Knapp 80 Prozent der österreichischen Bevölkerung im Alter von 50 bis 70 Jahren sind davon überzeugt, dass Informationstechnologien die Lebensqualität im Alter erhöhen können, besonders groß ist die Zustimmung bei den Bildungseliten.

Aber nicht nur für die Lebensqualität erwartet man positive Auswirkungen durch die Informationstechnologien, auch Steigerungen in der Effektivität der Arbeitsabläufe in den Krankenhäusern werden erwartet und – damit einhergehend – sind drei Viertel der Best Ager überzeugt, dass Informationstechnologien auch zur Steigerung der Sicherheit von Arbeitsabläufen im Krankenhaus ihren Beitrag leisten werden. Vorteile bringen die Informationstechnologien auch, wenn man über das Zeitmanagement nachdenkt – im Pflegebereich werden die Informationstechnologien dafür sorgen, dass weniger Zeit für Routinen und Dokumentationen aufgeht und mehr Zeit für die Patienten verbleibt, neuerlich stimmen knapp 80 Prozent zu.

Dass moderne Informationstechnologien auch bei der Pflege von Angehörigen helfen können, davon ist man überzeugt – etwa drei Viertel der Best Ager sehen darin eine Erleichterung.
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