60:40 heißt die Zauberformel der politischen Diskussion – also Budgetsanierung zu 60 Prozent ausgaben- und zu 40 Prozent einnahmenseitig. In einem aktuellen Forschungsprojekt in Oberösterreich wird deutlich, dass die Bevölkerung offensichtlich reformwilliger und -freudiger ist, als es die Politik erwartet. Die Bevölkerung geht davon aus, dass Reformen nötig sind, um die Zukunft unseres Landes zu sichern und ist durchaus bereit, selbst einen Beitrag zu leisten. Kein Verständnis gibt es für mangelnden Reformwillen und für die Politik gilt es auch die in der Wissenschaft diskutierten nicht-keynsianischen Effekte zu beachten: Ist ein Aufschieben bzw. ein Ausbleiben von glaubwürdigen Maßnahmen zur Budgetsanierung nicht auch gefährlich für den Konjunkturmotor „privater Konsum“? Oder anders formuliert: Werden Herr und Frau Österreich sparsamer, um besser auf die bevorstehenden, noch unsicheren Sparmaßnahmen vorbereitet zu sein?
Prok. Dr. David Pfarrhofer
Institutsvorstand von marketStudium der Betriebswirtschaftslehre an der Johannes Kepler-Universität Linz und an der University of Manchester Institute for Science and Technology (UMIST), Manchester. Trainertätigkeit am WIFI seit 1997, laufende Vorträge. Schwerpunkt bei market: Sozialforschung
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