Die Österreicher sind guter Dinge, dass sich die wirtschaftliche Erholung weiter fortsetzt. Konkret: 36 Prozent erwarten für die nächsten Monate, dass es mit der Wirtschaft aufwärts geht. Nur 9 Prozent sehen schwarz und erwarten eine wirtschaftliche Abwärtsentwicklung. Die Mehrheit (52 Prozent) geht von einer insgesamt stabilen Konjunkturlage aus.
Fragen der Wirtschaft und die konjunkturelle Entwicklung interessieren die Österreicher. So bekunden 77 Prozent, dass sie sich mit der aktuellen Wirtschaftsentwicklung gedanklich auseinandersetzen. Die Sensibilität für Wirtschaftsfragen korreliert mit dem Alter. Das jüngste Bevölkerungssegment (16-29 Jahre) steht diesem Thema deutlich weniger interessiert gegenüber als die Über-50-Jährigen. Letztlich aber spricht Wirtschaft beinahe jeden an, schließlich gaben nur drei Prozent dezidiert zu Protokoll dass sie sich für Wirtschaftsfragen gar nicht interessieren.

market hat sich erkundigt, wie das Interesse für die Wirtschaftsentwicklung derzeit im Vergleich zur ersten Jahreshälfte ausgeprägt ist. Auch die Antworten auf diese Frage bestätigen weitgehende Stabilität. Das Wirtschaftsinteresse ist jetzt im Sommer nicht höher und auch nicht niedriger als im Frühjahr.

Wirtschaftsprognosen sind für viele (46 Prozent) interessant. Wieder zeigt sich beim jüngsten Bevölkerungssegment eine deutlich geringere Affinität zum Thema.

Die Einschätzung und damit die Glaubwürdigkeit der Wirtschaftsprognosen ist ein wenig überschattet vom Eindruck, dass die aktuellen Prognosen tendenziell eher zu optimistisch ausfallen. Ein Drittel sieht in den Prognosewerten ein recht realistisches Abbild der Wirtschaft. Nur wenige (10 Prozent) halten die aktuellen Prognosen für zu pessimistisch

Letztlich übertrifft die positive Zukunftserwartung, dass es mit der Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte 2010 bergauf gehen wird bei weitem die Negativhaltung.

Fazit: Stimmung Okay - Wirtschaft okay.
Dokumentation der Umfrage
n= 501 Online-Interviews unter der österreichischen Bevölkerung ab 16 Jahren
Befragungszeitraum: 14. bis 15. Juli 2010
Maximale statistische Schwankungsbreite bei n=500: ±4,48 Prozent